Traditionelle Ostermärsche in Deutschland begonnen

Frankfurt am Main/Berlin (APA/dpa/AFP) - Mit verhaltener Beteiligung haben in Deutschland die traditionellen Ostermärsche begonnen. Zum Auft...

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Frankfurt am Main/Berlin (APA/dpa/AFP) - Mit verhaltener Beteiligung haben in Deutschland die traditionellen Ostermärsche begonnen. Zum Auftakt forderten am Donnerstagabend in Erfurt einige Dutzend Teilnehmer einer Kundgebung eine Welt ohne Militär. Am Karfreitag versammelten sich in Chemnitz rund 35 Menschen, wie ein Sprecher der bundesweiten Koordinatoren in Frankfurt am Main sagte. Auch in Dortmund begann ein Ostermarsch. Im hessischen Bruchköbel und im baden-württembergischen Biberach waren am Nachmittag Veranstaltungen geplant.

Die Organisatoren fordern unter anderem, Kriege und Kriegsvorbereitungen zu stoppen und Militärausgaben drastisch zu kürzen. Deutschlandweit sind bis einschließlich Ostermontag rund 80 Ostermärsche geplant. Die Koordinatoren rechnen mit mehreren tausend Teilnehmern.

Neben den Forderungen nach atomarer Abrüstung, dem Verbot der Rüstungsexporte und dem Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan haben laut Vorankündigungen die „Kriegsdrohungen gegen den Iran und die Eskalation im Syrien-Konflikt“ ein großes Gewicht bei den Kundgebungen.

Am Karsamstag soll zudem der Betrieb der einzigen deutschen Urananreicherungsanlage (UAA) im westfälischen Gronau symbolisch blockiert werden. Die Aktion richte sich „gegen jegliche militärische und zivile Nutzung der Atomenergie“, teilten die Organisatoren mit.

Die ersten Ostermärsche in der Bundesrepublik Deutschland fanden 1960 statt. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne im Kreis Celle (Niedersachsen) als Ziel eines dreitägigen Sternmarsches ausgesucht.


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