Hannover und Schalke trotz Out im Viertelfinale nicht unzufrieden

„Wir haben viel erreicht und können erhobenen Hauptes nach Hause gehen“, sagte Hannover-Coach Mirko Slomka.

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Hannover - Nach dem Aus im Viertelfinale der Fußball-Europa-League hat sich die Enttäuschung bei Hannover 96 und ÖFB-Teamkicker Emanuel Pogatetz in Grenzen gehalten. Vor allem die Fans feierten trotz der knappen 1:2-Heimniederlage gegen Atletico Madrid am Donnerstag ihr Team, Trainer Mirko Slomka musste die Klasse des Gegners eingestehen. „Sie waren die reifere Mannschaft“, erklärte der Deutsche. Und Pogatetz sprach von einem „riesigen Erlebnis“.

Beim Gegentreffer zum 0:1 gab Pogatetz keine glückliche Figur ab. Der Steirer, der versuchte den Ball abzuschirmen, ließ sich von Adrian Lopez den Ball im Strafraum wieder abnehmen und konnte schließlich beim Versuch, kurz vor der Linie zu klären, das Tor nicht mehr verhindern. „Ich denke, wir dürfen jetzt in dem Moment enttäuscht sein. Aber wir haben viel erreicht und können schon erhobenen Hauptes nach Hause gehen. Man kennt Hannover 96 jetzt auch international“, betonte Pogatetz.

Der Tabellenfünfte geht jetzt topmotiviert ins Saisonfinish der deutschen Bundesliga, um auch im nächsten Jahr wieder international vertreten zu sein. „Wir sind alle froh, wenn wir nächstes Jahr wieder in Europa dabei wären. Das ist eine große Motivation“, sagte Slomka.

Den Ausschlag gab die fehlende internationale Erfahrung im Vergleich zum spanischen Europa-League-Sieger von 2010. Tore von Adrian Lopez (63.) und Radamel Falcao (87.) bescherten den Gästen wie im Hinspiel einen 2:1-Erfolg. Die erste Heimspielniederlage der Saison nach 90 Minuten für Hannover konnte auch der zwischenzeitliche Ausgleich von Mame Diouf (81.) nicht verhindern.

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Diego Simeone war stolz auf seine siegreiche Mannschaft. „Wir haben bei einer Mannschaft gewonnen, die seit elf Monaten zu Hause unbesiegt war“, sagte der argentinische Atletico-Trainer. Die Madrilenen bekommen es nun im reinspanischen Halbfinale mit Valencia zu tun. Den zweiten Finalisten ermitteln Sporting Lissabon und Athletic Bilbao.

Schalke-Manager Heldt: „Würdiger Abschied“

Bilbao reichte vor eigenem Publikum gegen Schalke 04 ein 2:2-Remis zum Weiterkommen. Im Gegensatz zur 2:4-Niederlage im Hinspiel fehlte ÖFB-Teamverteidiger Christian Fuchs diesmal aufgrund eines grippalen Infekts. Auch bei den Schalkern war man nicht unzufrieden. „Unsere Mannschaft hat sich würdig aus dem Wettbewerb verabschiedet“, kommentierte Schalke-Manager Horst Heldt.

Das 2:4 aus dem Hinspiel war für die Gelsenkirchner eine zu große Hypothek. „Das Ding haben wir zu Hause vergeigt“, wusste Jermaine Jones. Torjäger Klaas-Jan Huntelaar (29.) mit seinem 42. Pflichtspieltor im 41. Saisonspiel sowie der starke Raul (51.) mit seinem 77. Europacup-Treffer weckten zwar Mini-Hoffnungen auf ein Weiterkommen. Ibai Gomez (41.) und Markel Susaeta (55.) machten für den achtmaligen spanischen Meister aber alles klar.

Damit vertritt nur Rekordmeister Bayern München im Halbfinale der Champions League gegen Real Madrid die deutsche Bundesliga auf europäischer Ebene. Spanien stellt dagegen fünf der acht Halbfinalisten in beiden Wettbewerben. Dieser Rekord stimmte auch Raul trotz des Scheiterns mit Schalke froh. „Der spanische Fußball ist eine Freude. Es könnte rein spanische Endspiele geben“, sagte der auch im Baskenland viel umjubelte Superstar. (APA)


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