Schlagstock traf Fotografen: Protest in Athen

Athen (APA/dpa) - Dutzende griechische Reporter, Fotografen und Vertreter von Journalistenverbänden haben am Freitag gegen Polizeiwillkür un...

  • Artikel
  • Diskussion

Athen (APA/dpa) - Dutzende griechische Reporter, Fotografen und Vertreter von Journalistenverbänden haben am Freitag gegen Polizeiwillkür und Attacken auf Medienvertreter in Athen demonstriert. Am Vorabend hatte nach Angaben des griechischen Fotografenverbandes ein Bereitschaftspolizist mit einem Schlagstock den Verbandspräsidenten Marios Lolos am Kopf verletzt.

Der Fotograf sollte am Freitagnachmittag operiert werden. Staatsanwälte konnten ihn jedoch befragen. Der verletzte Fotograf sagte nach Angaben seines Verbandes, er sei bei der Räumung des Platzes vor dem griechischen Parlament durch die Polizei von hinten mit einem Schlagstock am Kopf getroffen worden. Es sei deutlich zu erkennen gewesen, dass er Journalist ist. Bereits am Mittwoch war eine griechische Reporterin bei einem ähnlichen Zwischenfall verletzt worden.

Die Regierung in Athen drückte ihr Bedauern aus. Es sei „selbstverständlich, dass der Fall geklärt wird und die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden“, erklärte Regierungssprecher Pantelis Kapsis am Freitag. Die Polizei leitete eine Untersuchung ein, hieß es seitens des Ministeriums für Bürgerschutz.

In Athen war es am Mittwoch nach dem Selbstmord eines Pensionisten zu Demonstrationen gegen die Sparpolitik der Regierung gekommen. Am Mittwochabend gab es Ausschreitungen. Am Donnerstag dagegen verlief eine neue Versammlung von rund 600 Menschen - abgesehen vom Zwischenfall mit dem Fotografen - friedlich.

TT-Geburtstag: Jetzt eine von 76 Torten gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet automatisch.


Kommentieren