Vom Hoffnungsträger zum Titeljäger

Schmerzlich gefehlt hat es im Programm von Mazda: das kompakte Sports Utility Vehicle CX-5. Der geräumige Allradler stellte sich mit dem neu entwickelten Skyactiv-Zweiliter-Benziner dem TT-Test.

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Von Markus Höscheler

Innsbruck –Sie werden nicht die Letzten, aber auch nicht die Ersten sein, die den lukrativen Markt der kompakten Sports Utility Vehicles (SUV) entern: Die Ingenieure und Designer im Dienst von Mazda haben sich Zeit gelassen, mit dem CX-5 ein vielversprechendes Angebot zu entwickeln, zumal schon ein Großteil der Konkurrenz rührig in diesem Segment ist. Aber die Japaner haben nicht zu viel versprochen – innerhalb kurzer Zeit schafften es die österreichischen Händler, 750 Exemplare des erst seit März erhältlichen Hochbaus an die Kunden zu verkaufen. Damit hat der CX-5 das Zeug, Mazda aus den zuletzt roten Zahlen zu führen.

Es gibt gute Gründe für die Begehrlichkeiten: Da sind zum Ersten die gelungene Formensprache, zum Zweiten die befriedigenden Platzverhältnisse, zum Dritten das ansprechende Motorenprogramm, zum Vierten das ausgewogene Fahrverhalten und zum Fünften die verlockende Preisgestaltung.

Das Design entspricht dem Trend: Zu einem die Frontansicht dominierenden Kühlergrill gesellen sich schlank gehaltene, in die Flanken gezogene Scheinwerfer. Durchaus athletisch gestaltete Komponenten sind die Motorhaube, angedeutete Radhäuser, Offroad-Beplankung aus Kunststoff und die nach hinten sich absenkende Dachlinie.

Mit einer Länge von 4,56 Metern hat der CX-5 einerseits ein parkplatztaugliches Maß, andererseits offeriert er genügend Platz. Dies gilt für die Front- wie für die Fond­insassen gleichermaßen und um nichts weniger für das Gepäck. Denn das Ladevolumen (503 bis 1620 Liter) ist ein überzeugendes Indiz für Reisetauglichkeit. Bedienfreundlich ist das Karakuri-System, das Mazda im kompakten SUV integriert hat. So beschreiben die Japaner den Klappmechanismus des CX-5: Die im Verhältnis 40:20:40 geteilten Rücksitzlehnen lassen sich mit einem Handgriff umlegen, die mittlere Einheit ist als Armauflage verwendbar und die Kofferraumabdeckung schwingt mit der Hecktür automatisch mit nach oben.

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Nicht nur über das Laden hat sich die Mazda-Belegschaft Gedanken gemacht, sondern auch über die Fortbewegung. Der CX-5 ist der erste zur Serie gereifte Wagen, der die neu entwickelte Skyactiv-Technik an Bord trägt. Das bedeutet: neues Sechsstufenautomatikgetriebe, neuer Benzinmotor, neue Leichtbaumaterialien. Die Automatik arbeitet in den meisten Fällen unauffällig und komfortabel, beim Kickdown ist die Reaktionszeit etwas länger. Und bei Berg- und Talfahrten empfiehlt sich der manuelle Modus, um den optimalen Gang einzulegen.

Der mit 160 PS ausreichend starke Ottomotor seinerseits macht schon frühzeitig Dampf – und das überraschenderweise ohne Turbo, dafür dank höherer Verdichtung. Sehr hohe Drehzahlen sind akustisch allerdings stärker vernehmbar. Beim Verbrauch hielt sich das Aggregat zurück, im Test blieben wir mit 8,6 Litern je 100 Kilometer im Rahmen des Akzeptablen.

Immerhin wiegt der CX-5 trotz Leichtbau knapp 1,5 Tonnen, auch wegen des traktionsfreundlichen Allradantriebs. In Summe bewegte sich der CX-5 übrigens recht leichtfüßig im Kurvengeläuf, auch dank der direkt-präzisen Lenkung und des ausgewogen abgestimmten Fahrwerks.

Die hochwertige Revolution-Ausführung des CX-5 2.0i AWD ist samt Automatik ab 35.490 Euro erhältlich. Hier sind unter anderem für Komfort bürgende Ledersitze und eine Rückfahrkamera an Bord. Die empfehlenswerte Einparkhilfe ist bereits eine Stufe darunter (Attraction) serienmäßig installiert. Wer sich mit der Challenge-Bestückung und einem Sechsgang-Handschalter begnügt, ist ab 29.690 Euro Besitzer eines Allrad-Mazdas. Nur frontgetrieben gibt es den CX-5 bereits ab 24.990 Euro – mit der Basisausstattung Emotion.


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