Spaniens Wirtschaftsminister: Werden Krise ohne fremde Hilfe meistern

Berlin (APA/Reuters) - Das hochverschuldete Spanien wird nach Angaben der Regierung seine Krise aus eigener Kraft meistern. „Wir werden sie ...

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Berlin (APA/Reuters) - Das hochverschuldete Spanien wird nach Angaben der Regierung seine Krise aus eigener Kraft meistern. „Wir werden sie überwinden, sogar gestärkt und ohne irgendwelche Hilfe von außen“, sagte Wirtschaftsminister Luis de Guindos der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ laut Vorab-Bericht aus der Samstag-Ausgabe. Auch die spanischen Banken seien kein Fall für den Europäischen Rettungsfonds.

In Spanien seien in der Vergangenheit Fehler gemacht und Ungleichgewichte angehäuft worden. „Jetzt sind wir auf dem Weg, alle diese Probleme zu korrigieren“, sagte der Minister. Das laufende Jahr werde aber schwer. „Es wird hart mit weniger Wachstum und leider noch mehr Arbeitslosigkeit. Aber wir legen den Grund für ein besseres Jahr 2013.“ Das Land fühle sich dennoch fest dem Ziel eines Haushaltsdefizits von 5,3 Prozent in diesem und drei Prozent im kommenden Jahr verpflichtet.

Zwar müssten die spanischen Banken Wertberichtigungen wegen der Immobilienkrise vornehmen und das wirke sich auf die Resultate der Institute aus, sagte Guindos. Die Banken, die nicht mithalten könnten, müssten dann aber fusionieren. „Die Schwachen werden verschwinden. Am Ende dieses Prozesses werden wir einen viel gesünderen Finanzsektor mit weniger und stärkeren Banken haben.“

Nach Wochen relativer Ruhe hatte Spanien in dieser Woche am Kapitalmarkt für neue Kredite wieder deutlich mehr Zinsen als zuvor bezahlen müssen.


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