Museum Krems widmet „Kremser Senf“ eine Sonderausstellung

Krems (APA) - Weil Krems und „der Süße“ untrennbar miteinander verbunden sind, ist der bekannten Senf-Delikatesse bei der Um- und Neugestalt...

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Krems (APA) - Weil Krems und „der Süße“ untrennbar miteinander verbunden sind, ist der bekannten Senf-Delikatesse bei der Um- und Neugestaltung des Museums Krems ein eigener Raum gewidmet worden. Am 14. April erfolgt mit der Sonderausstellung „Mautner Markhof & der Kremser Senf“ die Wiedereröffnung nach der Winterpause. Der Wiener Traditionsbetrieb stellt nicht nur zahlreiche Exponate zur Verfügung, sondern hat gemeinsam mit dem Kulturamt der Stadt Krems die Schau gestaltet, die laut einer Aussendung „erst den Anfang einer langjährigen Kooperation darstellen soll“.

Bereits im 19. Jahrhundert war der süße Kremser Senf ein Exportschlager und machte den Namen der Stadt weit über die Grenzen der damaligen Habsburger-Monarchie hinaus bekannt. Die Firmenchronik von Mautner Markhof berichtet, dass einst Weinbauern aus der Region Krems ihren Most für die Senfherstellung anboten. Daraus entstand jene mild-süße Spezialität, die heute noch unter dem Namen „Kremser Senf“ bekannt ist.

In einem über 150 Quadratmeter großen Gewölberaum des ehemaligen Weinkellers im Dominikaner-Kloster werden die Besucher im Rahmen der Sonderausstellung alles Wissenswerte rund um das Thema Senf erfahren: von der Ernte der Senfsaat über die Verarbeitung bis hin zum weltweiten Export. Historische Werbe-Sujets fehlen ebenso wenig wie kunstvoll gearbeitete Senf- Gefäße aus über 100 Jahren genussvoller Feinkost-Geschichte. Kurator der Sonderausstellung ist Franz Schönfellner, Leiter des Kulturamts Krems. Für ihn gehört „der Süße“ zur Stadt „wie die Mozartkugel zu Salzburg oder die Sachertorte zu Wien“.

Das Museum beherbergt seit über 100 Jahren die Kunstsammlungen der Stadt an der Donau, nun wurden einige Bereiche neugestaltet. Präsentiert werden u.a. eine Auswahl an Wachau-Gemälden sowie als neuer Schwerpunkt zeitgenössische Kunst: „Josef Bramer ...nachdenklich“ heißt die Sonderschau (14. April bis 2. September) in der „Modernen Galerie“ in ehemaligen Schlafräumen der Mönche im Obergeschoß. „Wichtig ist mir, dass meine Bilder unverwechselbar sind und einen Zeitbezug haben. Ich will mit meinen Bildern Botschaften weitergeben. Das Leben bestimmt meine Themen“, wird der Maler auf der Homepage des Museums zitiert. Im Mittelpunkt seines poetisch anmutenden Werks stehen Kinderporträts, Skizzen, Familien- und Landschaftsbilder. Bramer möchte mit seinen Bildern etwas bewirken, den Menschen einen Spiegel vorhalten. So entstand der „Kaspar“, narrenhafter naserümpfender Beobachter der Welt.

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(S E R V I C E - Museum Krems, Körnermarkt 14, Tel. 02732 / 801-567, mailto:museum@krems.gv.at, http://www.museumkrems.at)


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