Innsbrucker Wahlkampf: FP-Plakate bleiben Thema

Innsbruck – Der Gemeinderatswahlkampf in der Landeshauptstadt geht in seine entscheidende Phase. Dementsprechend aggressiver wird der Ton. D...

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Innsbruck –Der Gemeinderatswahlkampf in der Landeshauptstadt geht in seine entscheidende Phase. Dementsprechend aggressiver wird der Ton. Der FPÖ z. B. dienen zwei Raubüberfälle durch nord­afrikanische Täter in Innsbruck als Rechtfertigung für ihr umstrittenes Plakat „Heimatliebe statt Marokkaner-Diebe“. FPÖ-Chef Gerald Hauser: „Wo bleibt der Aufschrei jener, die uns wegen des Plakates kritisiert haben?“ Es sei bezeichnend, dass die politische Konkurrenz die FPÖ „kriminalisiert“ habe, dabei stehe seine Partei doch klar „auf der Seite der Opfer und nicht jener der Kriminellen“.

Hart ins Gericht mit den FPÖ-Plakaten geht Harald Ultsch, Obmann der Sparte Tourismus in der Tiroler Wirtschaftskammer. Er wirft der FPÖ vor, eine Nation pauschal als Diebe und Dealer anzuprangern. „Ohne Zweifel erwarten wir als Bürger der Stadt ein rigides Vorgehen der Sicherheitsorgane gegen jede Form der Kriminalität“, sagt Ultsch, „aber nur eine Nation für diese Problematik zu nennen, ist verkürzt.“ Tirol und Innsbruck seien eine Urlaubsregion – und der Erfolg des Tourismus hänge stark von der Gastfreundschaft ab. Die FPÖ-Plakate würden dem zuwiderlaufen. (TT, mz)


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