Papst würdigte verstorbenen syrischen Kardinal

Vatikan (APA) - Kardinal Ignace Moussa I. Daoud, aus Syrien stammender früherer Präfekt der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation, ist tot. ...

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Vatikan (APA) - Kardinal Ignace Moussa I. Daoud, aus Syrien stammender früherer Präfekt der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation, ist tot. Der Patriarch der mit Rom unierten syrischen Kirche von Antiochien starb Samstag früh im Alter von 81 Jahren in Rom.

Moussa Daoud hatte am 14. März einen Schlaganfall erlitten und war in der römischen Gemelli-Klinik behandelt worden. Papst Benedikt XVI. würdigte Moussa Daoud in einem Beileidstelegramm als „treuen Hirten“. Die Totenmesse findet am Dienstag im Petersdom statt.

Moussa Daoud habe seinen Dienst an den Gläubigen stets mit Freude und Großherzigkeit versehen, so Benedikt XVI. im Schreiben an den Patriarchen der syrischen Kirche von Antiochien, Ignace Youssif III. Younan. Der Papst erinnerte im Telegramm auch an die schwierige Lage der Christen im Nahen Osten.

Moussa Daoud stand von 2000 bis 2007 an der Spitze der vatikanischen Ostkirchen-Kongregation. Im Jahr 2001 erhob ihn Johannes Paul II. in den Kardinalsrang. Von 1998 bis 2001 war er als Patriarch von Antiochien Oberhaupt der rund 50.000 Mitglieder zählenden syrisch-katholischen Kirche mit Sitz in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Geboren wurde Moussa Daoud 1930 im syrischen Meskene. 1954 empfing er die Priesterweihe. Nach mehrjähriger Tätigkeit als Seelsorger setzte er seine Studien an der römischen Lateran-Universität fort, wo er 1964 das Lizentiat im Fach Kirchenrecht erwarb.

1977 wählte ihn die Patriarchalsynode der syrischen Kirche zum Bischof in Kairo. Seit 1994 leitete er die Erzeparchie Homs in Syrien. Vier Jahre später wurde er katholischer Patriarch von Antiochien mit Amtssitz in der libanesischen Hauptstadt Beirut.

Das Kardinalskollegium zählt nach dem Tod des syrischen Kardinals 211 Mitglieder, von denen 123 jünger als 80 Jahre sind und somit zur Papstwahl berechtigt wären.


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