ECOWAS-Beauftragter Bassole spricht mit Vertretern aus Nordmali

Bamako (APA/AFP) - Zur Überwindung der politischen Krise in Mali hat der Beauftragte der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS),...

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Bamako (APA/AFP) - Zur Überwindung der politischen Krise in Mali hat der Beauftragte der Westafrikanischen Wirtschaftsgemeinschaft (ECOWAS), Burkina Fasos Außenminister Djibril Bassole, Gespräche mit Vertretern aus dem Norden aufgenommen. „Wir sind dem Aufruf des ECOWAS-Vermittlers gefolgt“, sagte der Abgeordnete Abdou Abdoulaye Sidibe aus Gao am Samstag in der malischen Hauptstadt Bamako. Die ECOWAS habe die „Bedrohung“ ebenso wahrgenommen wie die Einwohner der nördlichen Regionen Malis, sagte der Gesprächsteilnehmer Ahmed Elkori aus Timbuktu. Der Norden Malis wird von Tuareg-Rebellen und islamischen Fundamentalisten kontrolliert.

Zur politischen Krise in Mali gehört auch die Schwäche der Zentralregierung in Bamako. Vor zwei Wochen putschte sich dort eine Gruppe von Militärs an die Macht. Die ECOWAS vereinbarte mit Putschistenführer Amadou Sanogo jedoch inzwischen, in den kommenden Tagen die von der Verfassung vorgesehenen Organe wieder einzusetzen.

„Ich hoffe, dass Mali auf der Grundlage der von ECOWAS erreichten Einigung nun zügig zur verfassungsmäßigen Ordnung zurückkehrt“, erklärte der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) am Samstag, ähnlich wie zuvor bereits die EU. Die territoriale Einheit Malis dürfe nicht bedroht werden. Die Putschisten müssten „ihren Ankündigungen Taten folgen lassen und die Vereinbarung unverzüglich umsetzen“, fügte Westerwelle hinzu.

Gemäß der Einigung fällt das Amt des Übergangspräsidenten an den Parlamentspräsidenten. Wann dieser den Posten übernehmen soll, geht aus der Erklärung der Putschisten nicht hervor. Binnen 40 Tagen soll der Parlamentschef jedenfalls gemeinsam mit der von ihm zu bildenden Übergangsregierung einen Termin für Wahlen festlegen. Zugleich sieht das Abkommen eine Amnestie für die Putschisten vor, die am 22. März die Macht von Präsident Amadou Toumani Toure an sich gerissen hatten.


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