Ungar überlebte 14 Stunden in Gletscherspalte am Großvenediger

14 Stunden war der Ungar in der Spalte gefangen, dann konnten ihn die Bergretter Sonntagfrüh um 4 Uhr leicht verletzt bergen.

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Lienz – Ein kleines Osterwunder hat sich in der Nacht auf Sonntag im Gebiet des 3.657 Meter hohen Großvenedigers in Osttirol ereignet. Ein aus Ungarn stammender Skitourengeher war am Karsamstag rund zehn Meter tief in eine Gletscherspalte gestürzt. Bergrettern gelang es nach Angaben der Polizei am Sonntag gegen 4.00 Uhr, den unterkühlten, leicht verletzten Mann zu bergen. Ein Hubschraubereinsatz war wegen der Dunkelheit, Schneefall und starken Windes unmöglich. In einem Akja wurde der Verunglückte zu einer Schutzhütte gebracht.

Der Urlauber war mit seinem Bekannten unangeseilt am Großvenediger unterwegs. Bei der Abfahrt brach der Mann dann gegen 14.00 Uhr in 3430 Metern Höhe ein. Sein Begleiter konnte nicht helfen, da der Abgestürzte das Bergseil bei sich trug. Er entschied sich, abzusteigen, was bei den widrigen Wetterverhältnissen sehr schwierig gestaltete.

Er erreichte nach Stunden eine Schutzhütte und alarmierte von dort die Rettungskräfte. 16 Mann der Bergrettung Matrei, 14 Mann der Bergrettung Prägarten, ein Bergrettungsarzt und zwei Alpinpolizisten machten sich in Neuschnee, Sturm und Nebel auf die Suche nach den beiden Männern. Gegen 3.00 Uhr erreichte der erste Trupp dank GPS-Ortung die Unglücksstelle. Der mit einem Biwaksack ausgerüstete Verunglückte aus Budapest sei ansprechbar gewesen und habe sich mit seinen Rettern während der Bergung verständigen können, hieß es von der Alpinpolizei.

In den Morgenstunden des Ostersonntag war die Gruppe mit dem Mann ins Defereggerhaus unterwegs. Der Ungar erlitt lediglich Prellungen und Unterkühlungen. Nach dem Aufwärmen konnte er mit seinen Rettern selbstständig bis zur Johanneshütte abfahren, wo sein Freund auf ihn wartete. Ein Hubschrauberflug war auch von dort wegen der widrigen Wetterverhältnisse unmöglich. (APA, tt.com)

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