Mindestens 20 Tote bei Anschlag nahe einer Kirche in Nigeria - Ü

Kano/Vatikanstadt (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag in der Nähe einer Kirche im Norden Nigerias sind am Ostersonntag mindestens 20 Mensch...

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Kano/Vatikanstadt (APA/AFP) - Bei einem Bombenanschlag in der Nähe einer Kirche im Norden Nigerias sind am Ostersonntag mindestens 20 Menschen getötet worden. Zwei mit Sprengstoff präparierte Autos seien gegenüber der Kirche in der Stadt Kaduna explodiert, teilten Rettungskräfte mit. Papst Benedikt XVI. rief nach dem Ostergottesdienst im Vatikan zum „Respekt der Religionsfreiheit“ in Nigeria auf.

„Wir zählen derzeit 20 Tote“, sagte ein Mitglied der Sicherheitskräfte. Die Sprengsätze seien „direkt gegenüber der Kirche“ explodiert. Polizeisprecher Iweha Ikedichi sagte in Kano, dass mit „großen Anschlägen der Terroristen“ an den Ostertagen gerechnet worden sei. An den Weihnachtstagen hatte die islamistische Sekte Boko Haram mehrere Anschläge auf Kirchen in Nigeria mit zahlreichen Toten verübt.

Der Papst nahm in seiner Osterbotschaft Bezug auf die „blutigen terroristischen Anschläge“ der vergangenen Monate in Nigeria und wünschte, dass es gelinge, dort eine „friedliche Gesellschaft“ aufzubauen.

Nigeria ist mit 160 Millionen Einwohnern das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Der Süden des Landes ist stärker christlich geprägt, der Norden stärker muslimisch. Der Aufstand der Gruppierung Boko Haram begann im Jahr 2009. Seither wurden bei unterschiedlichen Gewalttaten, die sich zum Teil gegen Polizeistationen und die Armee richteten, mehr als 1.000 Menschen getötet.

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Präsident Goodluck Jonathan, der aus dem Süden des Landes stammt, sagte, die Nigerianer sollten weiter darauf vertrauen, dass sie „die aktuellen Herausforderungen gemeinsam überwinden“. Die Nigerianer seien ein „gläubiges Volk“, das „niemals der Hoffnungslosigkeit verfallen“ dürfe, fügte Jonathan hinzu.


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