Ostermärsche in mehreren deutschen Städten fortgesetzt

Berlin (APA/AFP) - Mit Gottesdiensten, Friedenswanderungen, Motorrad-Demonstrationen und anderen Kundgebungen hat die Friedensbewegung in De...

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Berlin (APA/AFP) - Mit Gottesdiensten, Friedenswanderungen, Motorrad-Demonstrationen und anderen Kundgebungen hat die Friedensbewegung in Deutschland am Sonntag ihre traditionellen Ostermärsche fortgesetzt. In Essen setzten sich die Teilnehmer des Ostermarsches Ruhr in Richtung Bochum in Bewegung, wie die Organisatoren mitteilten. Schwerpunkt war hier der Protest gegen den Bundeswehreinsatz in Afghanistan und gegen die NATO, die von Teilnehmern als „Kriegsbündnis“ kritisiert wurde.

In Köln brachen Motorradfahrer zu einer Friedensfahrt auf. Bei der Aktion wurde auch an die Mordserie der rechtsextremen Terrorzelle NSU erinnert. Die Teilnehmer forderten ein Verbot rechtsextremer Organisationen. In Frankfurt/Oder war für den Nachmittag ein Ostermarsch durch die Innenstadt mit der Abschlusskundgebung an der Friedensglocke geplant.

Deutschlandweit sind dieses Jahr an den Ostertagen mehr als 70 Demonstrationen, Kundgebungen, Friedensgottesdienste und andere Aktionen geplant. Der Zulauf bei den Aktionen am Samstag war eher mäßig: In Berlin und Stuttgart etwa kamen nach Angaben der Veranstalter jeweils rund tausend Menschen zu den Protesten zusammen, in München waren es 450 und in Leipzig hundert Teilnehmer.

Die ersten Ostermärsche in Deutschland fanden 1960 statt. Damals hatten Pazifisten den Atomraketen-Übungsplatz Bergen-Hohne im Kreis Celle als Ziel eines dreitägigen Sternmarsches ausgesucht.

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