Präsidentenstichwahl in von Georgien abtrünnigem Südossetien

Zchinwali/Moskau (APA/dpa) - Die von Georgien abtrünnige Region Südossetien im Südkaukasus hat in einer Stichwahl über die Nachfolge des rus...

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Zchinwali/Moskau (APA/dpa) - Die von Georgien abtrünnige Region Südossetien im Südkaukasus hat in einer Stichwahl über die Nachfolge des russlandtreuen Präsidenten Eduard Kokoity entschieden. Zur Wahl standen der frühere Geheimdienstchef Leonid Tibilow, der als Favorit in die Abstimmung am Sonntag gegangen war, sowie der ehemalige Menschenrechtsbeauftragte David Sanakojew. Tibilow hatte im ersten Durchgang Ende März 42,5 Prozent der Stimmen erhalten, sein Konkurrent Sanakojew war auf 24,6 Prozent gekommen.

Bei der Stimmabgabe sagte Tibilow am Sonntag, er werde bei einem Wahlsieg auf eine Vereinigung von Südossetien mit der russischen Teilrepublik Nordossetien hinarbeiten. „Wir werden die Umsetzung des Jahrhunderte alten Traums von einer Wiedervereinigung anstreben“, betonte er. Sanakojew sagte, die immer noch vom Krieg zwischen Russland und Georgien 2008 gezeichnete Region brauche einen politischen Neubeginn.

Zu der Abstimmung waren in Südossetien, das in etwas so groß wie das Burgenland, etwa 40.000 Bürger aufgerufen. Die Wahlleitung in der Gebietshauptstadt Zchinwali sprach nach Angaben örtlicher Medien von einem „regen Betrieb“ in den 83 Wahllokalen.

Russland ist Schutzmacht Südossetiens und erkennt das Gebiet seit dem fünftägigen Krieg gegen Georgien als unabhängig an. Die Europäische Union und die USA sehen die Region weiter als Teil Georgiens.

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