Al-Kaida-Ableger bekannte sich zu Entführung von Algeriern in Mali

Bamako (APA/AFP) - Ein Ableger der Gruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich am Sonntag zur Entführung von sieben Algeriern in ...

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Bamako (APA/AFP) - Ein Ableger der Gruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich am Sonntag zur Entführung von sieben Algeriern in Mali bekannt. Der algerische Konsul in Gao und sechs seiner Mitarbeiter befänden sich in ihrer Gewalt, teilte die Bewegung für Einheit und Heiligen Krieg in Westafrika (MUJAO) in einer kurzen Erklärung an die Nachrichtenagentur AFP mit. Die sieben Diplomaten waren am Donnerstagabend in der Stadt im Nordosten Malis entführt worden.

Ihre Forderungen werde sie später bekannt geben, erklärte die MUJAO. Die Gruppe hatte im Herbst im Westen Algeriens drei Mitarbeiter von Hilfsorganisationen aus Spanien und Italien entführt. Für die Freilassung der drei Europäer fordert die Gruppe 30 Millionen Euro.

In Malis Hauptstadt Bamako hatte am 22. März eine Gruppe von Militärs die Macht übernommen. Sie warfen der Regierung vor, nicht genügend zur Bekämpfung der Tuareg-Rebellion und von Islamisten im Norden des Landes zu unternehmen.

Durch den Putsch in der Hauptstadt konnten Tuareg und Islamisten mehrere Städte im Norden unter ihre Kontrolle bringen, darunter Gao, Kidal und Timbuktu. Mittlerweile stimmten die Putschisten zu, die Macht wieder an eine zivile Regierung abzugeben.


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