Anschlag in Nigeria: Vermutlich viele Taxilenker unter den Opfern

Kaduna/Abuja (APA) - Bei den Opfern des Anschlags nahe einer Kirche in Nigeria dürfte es sich laut Kathpress hauptsächlich um Taxifahrer han...

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Kaduna/Abuja (APA) - Bei den Opfern des Anschlags nahe einer Kirche in Nigeria dürfte es sich laut Kathpress hauptsächlich um Taxifahrer handeln. Ein Sprecher des Nationalen Katastrophenschutzes sagte der nigerianischen Zeitung „Punch“, es habe hauptsächlich Fahrer bei einem Stand für Motorradtaxis getroffen.

Verschiedenen Medienberichten zufolge waren Autos gegenüber der Kirche in Kaduna explodiert, wo gerade ein Ostergottesdienst gefeiert wurde. Vorerst reichten die Angaben zu Personenschäden von zwei Toten und zehn Verletzten bis zu mehr als 20 Toten. Nach Angaben des britischen Senders BBC sprachen Behörden von mindestens 18 Toten, Rettungskräften von mindestens 20 Getöteten.

Laut „Punch“ und der Zeitung „Daily Times“ hatten britische und US-amerikanische Behörden vor Anschlägen zu Ostern gewarnt. „Punch“ zufolge waren in der Landeshauptstadt Abuja sensible Orte abgeriegelt, in Kano und Kaduna patrouillierten in den vergangenen Tagen Soldaten in gepanzerten Fahrzeugen. Auch Kirchen und Moscheen in Abuja, Kano und Kaduna sowie in Maiduguri und anderen Städten in Norden hätten seit Donnerstag unter erhöhter Bewachung gestanden.

Ein Bild, das vom Unglücksort stammen soll, zeigt zerstörte und brennende Autos. „Daily Times“ zitierte auch einen Zeugen, der berichtete, die Detonation habe die umliegenden Gebäude erschüttert.

Bei islamistischen Terroranschlägen in Nigeria sind nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen seit Jahresbeginn mindestens 265 Menschen ums Leben gekommen.


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