Tennis: Melzer verlor 2 - Peya verlor, Endstand 1:4

Im letzten und bedeutungslosen Einzel unterlag der für den verletzten Haider-Maurer aufgebotene Doppel-Spezialist Alexander Peya gegen Nicol...

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Im letzten und bedeutungslosen Einzel unterlag der für den verletzten Haider-Maurer aufgebotene Doppel-Spezialist Alexander Peya gegen Nicolas Almagro trotz einer 5:2,30:0-Führung im zweiten Satz mit 5:7,5:7. Spanien gewann damit die Viertelfinal-Begegnung mit 4:1.

Dass der im Einzel nur auf Platz 708 liegende Peya mit seinem konsequentem Serve-Volley auf dem „Acker“ durchaus gut aussah und gegen die Nummer zwölf der Welt mehr Games machte als Melzer am Freitag in drei Sätzen, wollte Trimmel nicht überbewerten. „Dass so etwas auch über fünf Sätze funktioniert, wage ich zu bezweifeln. Aber es ist müßig, darüber zu diskutieren.“

Peya war dennoch stolz. „Die Spanier waren schon am Feiern. Aber es war Viertelfinale und auf Sand kann man auch gegen die Nummer zwölf der Welt in einem ‚dead rubber‘ verlieren. Ich hab‘s genossen, auch wenn wir schon verloren hatten“, sagte der Wiener.

Kapitän Trimmel war am Ende zufrieden, auch wenn im Single eine vernichtende 0:11-Satzbilanz zu Buche stand. „Wir hätten uns auch engere Partien gewünscht. Die letzten zwei Sätze von Peya zähle ich nicht mehr. Also war es ein 0:9, so was gab es hier in einer anderen Sportart schon ein Mal“, sagte der Wiener mit einem schmunzelnden Seitenblick auf das 0:9-Debakel der Fußball-Nationalmannschaft 1999 im nahen Valencia.

Neo-Präsident Ronald Leitgeb bezeichnete es freilich als „deprimierend“, dass das Herrenteam im Einzel kein Satzgewinn gelungen war. Trimmel erinnerte aber: „Man hat gesehen warum Spanien Titelverteidiger ist und wie sich Weltklassetennis auf Sand anfühlt. Der Sieg ist hochverdient und hier haben schon Teams von ganz anderem Kaliber ähnlich hoch verloren.“

Für seine erstmals im Viertelfinale stehende Truppe sei es eine Riesenerfahrung gewesen, betonte Trimmel, der möglicher Weise bald auch schon Chef der Fed-Cup-Mannschaft sein könnte. „Es ist schon einige Zeit her, dass wir mit den Herren unter den besten Acht waren. Wir haben zu einem gewissen Grad Lehrgeld bezahlt, unsere Chancen waren von Beginn an sehr gering. Aber das Team hat sich professionell vorbereitet und verkauft.“


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