Kircheneinsturz während Sturms in Nigeria: 22 Todesopfer

Während im Südosten Naturgewalten die Kirche zerstörten, kam es in zwei anderen Städten zu blutigen Bombenattentaten auf Christen.

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Lagos - Mehrere Stunden nach einem blutigen Anschlag nahe einer Kirche im Norden Nigerias ist nach Behördenangaben in der zentralnigerianischen Stadt Jos erneut eine Bombe hochgegangen. Bei dem Anschlag habe es mehrere Verletzte, aber keine Toten gegeben, teilte ein Sprecher des Katastrophenschutzes am Sonntagabend mit. Sicherheitskräfte hätten die Kontrolle über das Viertel übernommen.

Im Südosten Nigerias sind einem Medienbericht zufolge unterdessen bei einem nicht durch einen Anschlag verursachten Einsturz einer Kirche 22 Menschen ums Leben gekommen. Wie die nigerianische Zeitung „Vanguard“ unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, ereignete sich das Unglück im Bundesstaat Benue während einer Vigil, einer liturgischen Gebetswache in der Nacht vor Ostersonntag. Demnach stürzte das katholische Gotteshaus nach schweren Regenfällen ein. Ein Polizeisprecher bestätigte dem Blatt, dass es sich um ein Unglück und nicht um einen Anschlag gehandelt habe.

In Jos handelte es sich einem Militärsprecher zufolge dagegen um einen Sprengsatz, der in einem Motorrad versteckt war, das in der Nähe eines Geschäftes für Telefonkarten geparkt war. Dagegen berichtete ein Polizeisprecher, Unbekannte hätten eine Ledertasche mit der Bombe am Straßenrand abgelegt, diese sei dann später explodiert. Nach seinen Angaben wurde ein Mensch verletzt.

Am Vormittag des Ostersonntag war in der Nähe einer Kirche der nordnigerianischen Stadt Kaduna eine Autobombe detoniert, nach Angaben der Sicherheitskräfte wurden mindestens 20 Menschen getötet. Unklar war zunächst, ob hinter dem Anschlag die radikalislamische Sekte Boko Haram steht. Diese hatte in der Vergangenheit wiederholt Anschläge gegen Christen verübt.(APA/AFP/dpa)


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