Waldschule in Gerlos feierlich eröffnet

Von Angela Dähling...

Von Angela Dähling

Gerlos –„Baum fällt!“, kreischen die Kindergartenkinder aus Gerlos aufgeregt. Im selben Augenblick bringt Waldarbeiter Andreas dreißig Meter entfernt mit heulender Motorsäge eine kranke Fichte zu Fall. Szenen wie diese werden sich künftig fast täglich in der ersten Waldschule des Bezirks in Gerlos abspielen. Gestern wurde sie von der Österreichischen Bundesforste AG (ÖBf) eröffnet.

„Der frühzeitige Kontakt zur Natur ist wichtig. Kinder werden so sensibilisiert, auf unsere schöne Natur aufzupassen“, sagte dabei der Standort-Bürgermeister Andreas Haas. Halbtägige Waldführungen mit ausgebildeten Waldpädagogen werden hier allen Volksschulen und Kindergärten im Zillertal von Montag bis Freitag angeboten. „Die Lehrer müssen sich einfach an den zuständigen Förster wenden“, erklärt der Gerloser Revierförster Karl Mitterhauser. Er hatte die Idee zur Waldschule schon vor sieben Jahren und holte einen 60 Jahre alten hölzernen Waldwagen aus Thiersee nach Gerlos, der einst Forstarbeitern zum Aufwärmen diente. Er wurde für die Kinder adaptiert und dient auch als Lagerstätte.

Vorwiegend sind die Kinder aber direkt im Wald unterwegs: An mehreren Stationen lernen sie, was Pflanzen zum Wachsen brauchen, welche Schutzfunktion der Wald hat, welche Tiere dort leben, wie und warum Bäume gefällt werden und wie man ohne Nägel einen Holzstangenzaun bauen kann. Dafür arbeitet das ÖBf-Team auch mit der Wildbach- und Lawinenverbauung (WLV) und Jägern zusammen.

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