„Wir sind Opfer eines Genozids“ - Eindringlicher Hilferuf aus Homs

„Was in Syrien passiert, ist kein politischer Konflikt sondern ein Genozid, eine ethnische Säuberung“, erklärten die Bewohner von Homs.

Beirut - Die Bewohner der unter anhaltendem Beschuss stehenden syrischen Stadt Homs haben einen Hilfsappell an die internationale Gemeinschaft gerichtet und sehen sich als Opfer eine „Genozids“. „Wir sind Ziel von anhaltenden und gnadenlosen Bombardierungen durch Raketen, Militärhubschrauber, Granaten, Panzern und schweren Waffen“, hieß es in einer vom oppositionellen Syrischen Nationalrat am Montag verbreiteten Erklärung der Bewohner der Stadt. „Eines der grausamsten Verbrechen spielt sich vor Euren Augen ab und Ihr helft den Opfern noch immer nicht.“

„Was in Syrien passiert, ist kein politischer Konflikt sondern ein Genozid, eine ethnische Säuberung“, erklärten die Bewohner weiter und forderten die internationale Gemeinschaft auf, „umgehend“ zu handeln. „Unsere Stadt wird vollkommen zerstört und demografisch verändert.“ Der im Exil ansässigen Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte zufolge standen mehrere Stadtteile von Homs am Montag erneut unter Beschuss der Truppen von Staatschef Bashar al-Assad. Mindestens ein Zivilist wurde demnach getötet. Auch in der Region Idlib hielten die Kämpfe demnach an; mindestens zwei Zivilisten und ein Aufständischer wurden getötet.

Die oppositionelle und vornehmlich aus Deserteuren zusammengesetzte Freie Syrische Armee warnte vor einem Massaker in Homs und warf der Regierung vor, einen Großeinsatz in der zentralsyrischen Stadt zu planen. In Homs sind seit Wochen Hunderte Menschen eingeschlossen. Dem Internationalen Komitee vom Roten Kreuz zufolge fehlt es an Strom, Wasser, Nahrungsmitteln und Medikamenten. Der Großteil der Stadt ist zerstört. (APA/AFP)

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