Aston Martin: Britischer Sportler im Nadelstreif

Trotz unbestrittener Sporterfolge ist Aston Martin die Marke für den Herrenfahrer. Das gilt auch für den „kleinen“ Vantage.

Von Franz Farkas

Wien –Nicht ohne Stolz präsentierte die Familie Frey den neuesten Spross der Aston-Familie in der brandneuen Niederlassung hinter dem Wiener Arsenal. Man hat auch allen Grund, stolz zu sein, immerhin ist dies der größte Showroom der britischen Nobelmarke am europäischen Festland.

Nicht minder stolz ist man auf den überarbeiteten Vantage V8, der sozusagen die Basis des Aston-Martin-Programms darstellt. Außen wurde der seit 2008 unveränderte Wagen, der sowohl als Coupé als auch als Roadster erhältlich ist, dezent facegeliftet. Eine neue Einlasspartie, neue Seitenschweller sowie ein Diffusor am Heck betonen die immer noch dezente Sportlichkeit genauso wie die nun um einen Zentimeter breiteren Reifen. Dazu kommt eine überarbeitete Bremsanlage mit mächtigen Sechskolbensätteln und 380-mm-Scheiben, um die 426 PS des 4,7-Liter-V8 zu bändigen. Etwas mehr hat sich unter der Haube getan.

Statt des Sechsgang-Sport­shift-Getriebes kommt nun eine Siebengang-Box zur Anwendung, deren Spreizung enger und somit sportlicher ist. Nach wie vor handelt es sich hier um ein automatisiertes Schaltgetriebe, die Kupplung wird automatisch über ein Hydrauliksystem betätigt. Nach wie vor sitzt die Getriebe-Kupplungs-Einheit hinten, die aus Carbon gefertigte Kardanwelle rotiert daher mit Motordrehzahl. Dieses „Transaxle“ genannte System soll die Gewichtsverteilung in Richtung zur Mitte beeinflussen, genauso wie der weit unten und hinten eingebaute Motor. Geblieben ist das etwas knorrige Sechsgang-Handschalt-Getriebe, das sich immer noch großer Beliebtheit bei den Fans der Briten erfreut. Neu ist nun auch eine Berganfahrhilfe, die die Herrenfahrer wohl kaum in Anspruch nehmen werden.

Beeindruckend nach wie vor die handgemachte Innenausstattung und der Platzmangel im Kofferraum.

Preislich gibt man sich britisch zurückhaltend, es war nur zu erfahren, dass der Einstieg in die Vantage-Welt bei 152.000 Euro beginnt, nach oben sind wohl die Grenzen weit gesteckt, vor allem wenn man sich für den um 10 PS stärkeren und mit Carbon-Teilen gespickten Vantage S oder den noch heuer kommenden Vantage V12 Zagato entscheidet.


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