Vogts wird nicht Polen-Teamchef, WM 2014 ohne Frankreichs Nasri?

Hier erfahren Sie die letzten Infos von den Teams und bunte Splitter rund um das EM-Turnier.

Splitter zur Fußball-Europameisterschaft 2012

Polen: Robert Lewandowski hat auch nach dem frühen EM-Aus in Polen nicht an Popularität verloren. Der Stürmer des deutschen Fußball-Meisters Borussia Dortmund hatte sein EM-Trikot der Stiftung des Fernsehsenders TVN für eine Wohltätigkeits-Auktion überlassen. Zehn Tage lang konnten Fans im Internet ihr Gebot abgeben. Die Versteigerung endete am Dienstagmorgen. Lewandowskis Trikot mit der Nummer Neun erzielte knapp 405 000 Zloty - fast 100 000 Euro, berichtete der Nachrichtensender TVN 24. Das Geld soll für die Renovierung eines Kinderkrankenhauses verwendet werden.

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Frankreich: Nationalspieler Samir Nasri droht wegen seiner Beleidigung eines Journalisten bei der EM nach einem Bericht der „L‘Équipe“ möglicherweise eine lange Sperre. Der nationale Verband FFF ziehe eine Bestrafung des Mittelfeldspielers in Betracht, denkbar sei eine Suspendierung von bis zu zwei Jahren und damit das Aus für die WM 2014 in Brasilien, schreibt die Sporttageszeitung (Dienstag).

Am kommenden Dienstag könne das FFF-Exekutivkomitee bei einem Treffen ein Verfahren einleiten. Im Visier seien wegen unterschiedlicher Verfehlungen beim Turnier in Polen und der Ukraine auch Hatem Ben Arfa, Yann M‘Vila und Jérémy Ménez.

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Nach dem Viertelfinalaus gegen Spanien hatte Verbandspräsident Noël Le Graët eine mögliche Sanktion für Nasri, der einen Reporter wüst beschimpft hatte, offen gelassen. Die in Frankreich bislang höchste Sperre von 18 Länderspielen (15 Monate) hatte Nicolas Anelka nach der WM 2010 für seine Beleidigung des damaligen Nationaltrainers Raymond Domenech erhalten.

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Deutschland: Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel will nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa bei einem Einzug der deutschen Fußball-Nationalmannschaft ins EM-Finale trotz der schwierigen Menschenrechtslage in der Ukraine zum Endspiel nach Kiew fahren. Das verlautete am Dienstag aus Regierungskreisen in Berlin.

Merkel hatte der Nationalmannschaft ihren Besuch laut Teammanager Oliver Bierhoff bereits angekündigt. Offiziell will sie sich dazu aber erst nach dem Halbfinale gegen Italien äußern, das am Donnerstagabend in Warschau ausgetragen wird.

Vor Beginn der EM hatte es im deutschen Kanzleramt geheißen, sollte sich die Lage für die inhaftierte Ex-Regierungschefin Julia Timoschenko nicht verbessern, werde Merkel nicht bei einem Spiel neben Präsident Viktor Janukowitsch sitzen. Öffentlich hatte Merkel gesagt, die rechtsstaatliche Lage in der Ukraine gebe Grund zur Sorge. Es sei wichtig, alles dafür zu tun, dass Timoschenko schnell die richtige Behandlung gegen ihre Erkrankung bekomme.

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Polen II: Der Deutsche Berti Vogts wird nicht Trainer der polnischen Fußball-Nationalmannschaft. „Die ausländische Option scheidet aus. Der neue Trainer wird nur wenig Zeit für die Arbeit haben, weil schon im August das erste Freundschaftsspiel gegen Estland ansteht“, sagte Verbandspräsident Grzegorz Lato am Dienstag. Vogts, der seit April 2008 die Auswahl Aserbaidschans betreut, war nach dem Gruppen-Aus des Co-Gastgebers bei der EM als Kandidat für die Nachfolge von Franciszek Smuda genannt worden.

Smudas Vertrag läuft im August aus. Über den neuen Trainer wird der Vorstand des polnischen Fußballverbandes (PZPN) am Mittwoch beraten. „Mit Sicherheit werde nicht ich selbst die Entscheidung treffen“, kündigte Lato an. Der Präsident war nach Polens Scheitern bei der Endrunde in die Kritik geraten, lehnt einen Rücktritt aber ab.


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