Papst besuchte Erdbebengebiet in der Emilia Romagna

Benedikt XVI. besuchte ein Zeltlager der Erdbebenopfer und die Kirche, unter deren Trümmer ein Pfarrer begraben wurde.

Carpi – Der Papst hat am Dienstag das Erdbebengebiet in der norditalienischen Region Emilia Romagna besucht, in der bei schweren Erdstößen am 20. und 29. Mai 26 Menschen ums Leben gekommen sind. Gegen 10.30 Uhr landete der Hubschrauber des Papstes vom Vatikan aus kommend in der Stadt Carpi. Auf dem Sportplatz von Carpi wurde der Papst nach dem rund einstündigen Flug vom Chef des italienischen Zivilschutzes, Franco Gabrielli, empfangen.

Der Heilige Vater erreichte mit einem Kleinbus des Zivilschutzes das vom Erdbeben zerstörte Dorf Rovereto di Novi. Hier besuchte er die Kirche, unter deren Trümmern der Priester Ivan Martini ums Leben gekommen war, als er versuchte, eine Statue der Muttergottes zu retten. Der Papst betete in der Kirche des Pfarrers und traf seinen Bruder.

An Bord eines Jeeps erreichte der Papst dann die Sportplätze von Rovereto, in denen die Zeltlager für die Obdachlosen errichtet wurden. Eine große Menschenmenge begrüßte den Heiligen Vater mit einem langen Applaus. „Benedetto, Benedetto!“ riefen die Gläubigen. Auf dem Sportgelände wurde eine Bühne errichtet, hier sprach der Papst vor Politikern, Bischöfen, Unternehmern und Gläubigen.

Benedikt XVI. hatte in den vergangenen Wochen wiederholt zur Hilfe für die Betroffenen aufgerufen und selbst insgesamt 600.000 Euro zu ihrer Unterstützung zur Verfügung gestellt. Die Höhe der Schäden durch das Erdbeben wird auf etwa fünf Milliarden Euro geschätzt. Am Sonntag hatte der Dalai Lama die vom Erdbeben zerstörte Ortschaft Mirandola besucht. (APA)

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren


Schlagworte