Monti überstand zwei Vertrauensabstimmungen

Italiens Premier Monti hat zwei von insgesamt vier Vertrauensabstimmungen im Parlament überstanden. Mit ihren Voten billigte die Abgeordnetenkammer am Dienstag zugleich die umstrittene Arbeitsmarktreform, mit der unter anderem der Kündigungsschutz gelockert und die Befristung von Zeitverträgen eingedämmt werden sollen.

Die Reform soll am Mittwoch endgültig verabschiedet werden. Dann stehen auch die beiden letzten Vertrauensabstimmungen an.

Die Regierung hatte das Votum über die Reform mit der Vertrauensfrage verknüpft, um die Debatte abzukürzen. Sollte Monti eine der vier Abstimmungen verlieren, müsste er zurücktreten. Die Gewerkschaften laufen gegen die Reform Sturm, weil sie Massenentlassungen befürchten. Kritik kommt auch von den Unternehmern, die höhere Arbeitskosten erwarten.

Auch die Partei von Montis Vorgänger Silvio Berlusconi, die das Experten-Kabinett unterstützt, äußerte Kritik. Man werde aber ein „letztes Mal Schritte mittragen, von denen wir nicht überzeugt sind“, hatte Generalsekretär Angelino Alfano angekündigt.

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