Jetzt ist sogar im Schlafzimmer von meine Großeltern mehr los

Die Europameisterschaft macht keinen Spaß mehr: Frenkie Schinkels ist weg - und mit ihm der gute Schmäh.

Innsbruck – Die EURO 2012 hat einen Tag vor dem ersten Halbfinale einen weiteren großen Star verloren. Die Nachricht traf mich bis ins Mark: Frenkie Schinkels wird bei der Europameisterschaft nicht mehr als ORF-Experte fungieren und wechselt mit sofortiger Wirkung zu Puls 4.

Es war einfach eine Freude, dem Fast-Dancing-Star bei seinen Analysen zuzuhören. Einen „Schinkelklopfer“ nach dem anderen haute der Frenkie mit seinem niederländischen Akzent raus und wirkte dabei stets authentisch, weil auch eine große Portion Selbstironie nicht fehlte. Wenn Schinkels von „Nackerte“, „Hosen (Anm.: Mädels)“ oder „der Großmutter im Strafraum“ erzählte, sah ich meine GIS-Gebühren endlich einmal sinnvoll investiert.

So bleiben nur noch Herbert Prohaska und Roman Mählich als Analytiker übrig. Dass der eine zwischen dem und den Ball nicht unterscheiden und kaum mehr als zwei Kicker pro Nationalteam aufzählen kann, ist schon lange nicht mehr charmant sondern eher anstrengend. Und der andere hat sowieso das Charisma einer Salatgurke.

Große Pointen aus dem ORF-EM-Studio darf man sich vor den letzten drei Spielen bei dieser EURO also keine mehr erwarten. Wie würde der Schinkels sagen? „Jetzt ist sogar im Schlafzimmer von meine Großeltern mehr los!“ (pim)


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