15-jähriger Geldwäscher wurde zu fünf Monate Haft verurteilt

Der Schüler hatte Ende 2011 mit einem Multifunkionsdrucker mehr als 3000 Euro hergestellt und in Umlauf gebracht.

(Symbolbild).
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Linz - Ein 15-jähriger Geldfälscher ist am Dienstag von einem Schöffensenat im Landesgericht Linz zu einer fünfmonatigen bedingten Haftstrafe verurteilt worden. Der Spruch ist bereits rechtskräftig, bestätigte das Gericht am Mittwoch einen Bericht der „Kronen Zeitung“. Der Schüler hatte Ende 2011 - damals war er 14 Jahre alt - mit einem Multifunktionsdrucker etwas mehr als 3.000 Euro hergestellt und teilweise in Umlauf gebracht.

Die Idee für die Aktion hatte der Bursch aus dem Fernsehen. Er stellte mit einem herkömmlichen Drucker zwölf 20-Euro-Scheine, 18 falsche Zehner und 25 gefälschte 100-Euro-Noten her. Davon bezahlte er zum Teil im Schulbuffet, in einem Burger-Lokal und am Linzer Christkindlmarkt. Motiv für die Tat war die Suche nach Anerkennung. „Ich wollte als der Coole dastehen“, sagte der Teenager in der Verhandlung, die teilweise unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfand. Er habe es gemacht, „damit die Leute sehen, der hat Hunderter gefälscht“.

Der 15-Jährige, der mittlerweile die Schule gewechselt hat, legte vor Gericht ein Geständnis ab. Er wurde zu fünf Monaten bedingter Haft verurteilt. Verteidigung und Staatsanwaltschaft akzeptierten das Urteil. Es ist somit rechtskräftig. (APA)


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