Krankenkasse gesundet, Huber geht vorzeitig

Innsbruck – Nach viereinhalb Jahren legt der Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK), Michael Huber, morgen vorzeitig seine Funktion z...

Innsbruck –Nach viereinhalb Jahren legt der Obmann der Tiroler Gebietskrankenkasse (TGKK), Michael Huber, morgen vorzeitig seine Funktion zurück. Nachfolger soll der Kufsteiner Vizebürgermeister, Gewerkschafter und AK-Funktionär Werner Salzburger werden.

Eigentlich habe er noch ein halbes Jahr bleiben und dann als Vizepräsident Tiroler Interessen beim Hauptverband der Sozialversicherungsträger wahrnehmen wollen. Huber weist Vermutungen zurück, dass es Unstimmigkeiten mit AK-Präsident Erwin Zangerl gegeben habe. Vielmehr seien es manche „Boten“ in der zweiten AK-Reihe gewesen, die letztlich das Vertrauen getrübt hätten.

Inhaltlich zieht Huber ein sehr positives Resümee. „Es war mein erklärtes Ziel, die Krankenkasse hin zu einer Gesundheitskasse zu bringen.“ Das sei gleich in doppelter Hinsicht gelungen: So habe man die Bereiche Prävention und Gesundheitsförderung kräftig ausgebaut, dazu kamen Reformprojekte wie jene der Hospizversorgung oder Brustkrebs-Früherkennung, die 2013 bundesweit umgesetzt werde. „Es ist aber auch gelungen, die TGKK­ aus den roten Zahlen zu bringen. Inzwischen schreibt die Kasse seit Jahren Gewinne, ist schuldenfrei und hat sogar einen kleinen Rücklagenpolster.“

War die Krankenkasse gezwungen, alle freiwilligen Leistungen zu streichen, habe man zuletzt einige Verbesserungen eingeführt, etwa den Zuschuss für kieferorthopädische Behandlungen bei Kindern. Geplant seien ein Zeckenschutz-Programm mit Kosten von nur 15 bis 17 Euro und eine landesweite Hospizversorgung. (va)

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