Justizbediensteter soll Häftlinge sexuell missbraucht haben

Der Mann steht unter dem Verdacht mehrere weibliche Häftlinge und Frauen von Häftlingen missbraucht zu haben. Er wurde Mitte Juni in Untersuchungshaft genommen.

(Symbolbild).
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Linz - Ein Bediensteter in einer oberösterreichischen Justizanstalt steht unter dem Verdacht ein mehrfacher Sexualstraftäter zu sein. Es geht um den Vorwurf von Vergewaltigung beziehungsweise geschlechtlicher Nötigung in insgesamt fünf Fällen. Weil dringender Tatverdacht bestehe, wurde über den Mann Untersuchungshaft verhängt, bestätigte der Mediensprecher der Staatsanwaltschaft Linz Rainer Schopper entsprechende Medienberichte.

Das Verfahren gegen den Verdächtigen ist schon vor rund einem dreiviertel Jahr eröffnet worden. Er soll seit dem Frühsommer 2011 vier ehemalige weibliche Häftlinge beziehungsweise Frauen von Häftlingen sexuell missbraucht haben. Dabei soll er auch Betäubungsmittel eingesetzt haben. Die Opfer wurden kontradiktorisch befragt und bestätigten glaubhaft die Vorwürfe. „Im Zuge der Ermittlungen hat sich die Beweislage verdichtet und ein dringender Tatverdacht ergeben“, schilderte Schopper. Deshalb wurde der Mann Mitte Juni in Untersuchungshaft genommen. Weil er seinen Arbeitsplatz in Oberösterreich hatte, sitzt er in Salzburg ein. Das Ermittlungsverfahren in dem Fall ist noch im Gange. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. (APA)


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