Alko-Todeslenker muss in Haft

Innsbruck – Ein 23-jähriger Ungar wurde erst im Jänner am Landesgericht wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen...

Innsbruck –Ein 23-jähriger Ungar wurde erst im Jänner am Landesgericht wegen fahrlässiger Tötung unter besonders gefährlichen Verhältnissen zu 15 Monaten Haft, fünf davon unbedingt, verurteilt. Der Saisonier hatte im August in Fügen einen Verkehrsunfall mit 1,09 Promille Alkohol im Blut und weit überhöhte Geschwindigkeit verursacht. Ein Sachverständiger hatte angegeben, dass der Ungar mit rund 106 km/h – 19 km/h zu schnell – unterwegs war und das Auto in einer Kurve wegen einer Vollbremsung gegen einen Baum geschleudert wurde.

Zusätzlich waren die Reifen am Unglückswagen bereits elf Jahre alt. Durch den Unfall wurden zwei Landsleute getötet und eine weitere Insassin schwer verletzt. Auch der Lenker erlitt bei dem Unfall schwerste Knieverletzungen, weshalb er gestern auf Krücken zum Berufungstermin am Oberlandesgericht erschien.

Verteidiger Laszlo Szabo machte nämlich ein massives Mitverschulden der Getöteten geltend, da diese sich nicht angegurtet hatten, was laut Gerichtsmedizin ihren Tod vermieden hätte.

Der OLG-Senat beließ es trotzdem bei der Haftstrafe: „Schon aus generalpräventiven Gründen müssen wir der rechtstreuen Bevölkerung zeigen, dass es für einen Alkohol­unfall mit Todesfolge keine zur Gänze bedingten Strafen gibt!“ (fell)

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