Aussichtsreiche Belebung für den Hausberg der Imster

Am Weg zur Muttekopfhütte wächst ein Adlerhorst, neben der Bergstation des Alpliftes das SunOrama. „Schuld“ daran sind die Imster Bergbahnen.

Von Renate Schnegg

Hoch-Imst –Rund 200.000 Besucher zählen die Imster Bergbahnen während der Sommersaison. Eine erkleckliche Zahl, allerdings eine „ausbaufähige, vor allem im Bereich der nicht so guten Wanderer“, wie Bergbahnen-Geschäftsführer Bernhard Schöpf erklärt. Außerdem ist die Zahl der Besucher sehr ungleichmäßig verteilt: Rund 80 Prozent tummeln sich in der 1. Sektion – sprich Hoch-Imst bis Untermarkter Alm – und nur 20 Prozent in der 2. Sektion – rund um den Jochlift. Das soll sich noch heuer ändern.

Im Auftrag der Imster Bergbahnen entsteht am Weg zur Muttekopfhütte der Adlerhorst. Nur wenige Meter nach dem Einstieg in den Drischlsteig ragt in vier bis fünf Wochen die von Jürgen Ewerz geplante und von Geos Spezialbau ausgeführte, 15 Meter lange, sechseckige Plattform quasi ins Nichts – fix im Fels verankert, versteht sich. Der Ausblicksuchende schwebt in der Luft und hat auch freie Sicht in die Tiefe.

Die zweite Baustelle befindet sich neben der Bergstation des Alpliftes. SunOrama lautet der klingende Name und soll Anziehungspunkt für jene werden, die ohne großen Fußmarsch ins Hochgebirge wollen, um dort zu relaxen und die Aussicht zu genießen. Von Schillfahrt Architektur geplant, entsteht auf 110 m2 eine ganzjährig nutzbare, teilweise überdachte, hölzerne Wohlfühloase mit Terrasse, Liegen und Sitzgelegenheiten. Kostenpunkt für beide Neuheiten: 200.000 Euro.

Der Wunsch nach einem Adlerhorst sei fast so alt wie die obere Liftsektion, ist TVB-Obmann Harald Bauer froh über dessen Realisierung. Der Adlerhorst sei das Tüpfelchen auf dem i, bekräftigt Schöpf, „wir haben ja das Adlerfest und der Adlerweg geht bei uns durch“.

Gemeinsam mit den Bergbahnen wolle man das Sun­Orama auch Wirten der Region für Gästegruppen zur Verfügung stellen, „etwa für Sonnenaufgangstouren mit Frühstück und Ähnlichem“, führt Bauer aus. Und dass die beiden Attraktionen schlicht ausgeführt sind, „liegt nicht daran, dass wir sparen wollten, sondern daran, dass die Landschaft im Vordergrund stehen soll und nicht die Architektur“, stellt Bauer klar.

Auch Stefan Weirather, als Bürgermeister Eigentümervertreter der Stadt bei den Bergbahnen, ist froh über die innovativen Projekte, „sie sind ein zusätzlicher Mehrwert, der die Frequenz verstärkt. Die untere Sektion ist gut genutzt, die obere aber genauso in Betrieb.“ Mit Adlerhorst und SunOrama beweisen die Bergbahnen im wahrsten Sinne des Wortes Weitblick, fügt er an.


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