Spritpreis auf Eis, Wirbel um West-Zuschlag

Innsbruck, Wien – „Der Preishöhenflug bei Sprit setzt sich fort, wobei es zudem noch ein deutliches West-Ost-Gefälle gibt.“ Das ist das Erge...

Innsbruck, Wien –„Der Preishöhenflug bei Sprit setzt sich fort, wobei es zudem noch ein deutliches West-Ost-Gefälle gibt.“ Das ist das Ergebnis des jüngsten bundesweit bei 1500 Tankstellen durchgeführten Preisvergleichs der Arbeiterkammer. So sind derzeit die Preise für Eurosuper um 2,1 Prozent höher als im Juni 2011, bei Diesel betrug der Preisanstieg 1,7 Prozent.

Tanken im Westen sei am teuersten, in Niederösterreich, Oberösterreich und Wien hingegen am günstigsten. Laut Preistest kostet in Tirol Treibstoff um durchschnittlich vier bis fünf Cent mehr als in Niederösterreich.

Noch weit teurer ist Tanken an österreichischen Autobahntankstellen. Dort koste Eurosuper im Schnitt um 14,3 Prozent mehr als an Straßentankstellen, Diesel sogar um 15,8 Prozent. Eine Tankfüllung kostet damit an der Autobahntankstelle im Durchschnitt um rund 13 Euro zusätzlich. Diskonter seien nach wie vor im Durchschnitt um rund einen Cent billiger als Markentankstellen. Die AK vermutet Preisabsprachen, denn nur vier Multis würden sich den Markt an Autobahnen aufteilen.

„Der West-Aufschlag ist durch nichts zu rechtfertigen, hier muss die Wettbewerbsbehörde aktiv werden“, verlangt Tirols AK-Präsident Erwin Zangerl. Innerhalb Tirols sei Osttirol am billigsten und das Oberland sowie das Außerfern am teuersten.

Trotz der hohen Preise empfiehlt die AK, vor der Urlaubsfahrt noch zu Hause zu tanken. Denn im benachbarten Ausland zahle man mit Ausnahme Sloweniens überall mehr, vielfach wie in Italien sogar empfindlich.

Nach der Premiere zu Fronleichnam müssen die Treibstoffpreise dieses und nächstes Wochenende zum großen Ferienstart wieder eingefroren bleiben. (TT)


Kommentieren


Schlagworte