Usbekistan tritt aus von Russland dominiertem Militärbündnis aus

Der Hintergrund ist womöglich ein Streit um die schnelle Eingreiftruppe der OVKS für Zentralasien. Usbekistan lehnt diese ab.

Moskau - Usbekistan ist aus dem von Russland dominierten Militärbündnis „Organisation des Vertrags über Kollektive Sicherheit“ (OVKS) ausgetreten. Ein Sprecher der Organisation bestätigte am Donnerstag der Nachrichtenagentur ITAR-TASS den Austritt der einstigen Sowjetrepublik. Hintergrund ist womöglich ein Streit um die 2009 auf den Weg gebrachte schnelle Eingreiftruppe der OVKS für Zentralasien, die gegen Bedrohungen wie Terrorismus, Kriminalität und Drogenhandel eingesetzt werden soll. Usbekistan lehnt diese ab und nahm deshalb schon länger nicht mehr an Sitzungen des Bündnisses teil.

Die Eingreiftruppe gilt als Versuch Moskaus, seine Macht in der ressourcenreichen Region gegenüber dem aufstrebenden China zu behaupten. Usbekistan fürchtet allerdings, dass dadurch regionale Spannungen geschürt und islamistische Angriffe provoziert werden könnten.

Die im Jahr 2002 gegründete OVKS versteht sich als eine Art Gegenentwurf zur NATO. In ihr haben sich unter Führung Moskaus mehrere ehemalige Sowjetrepubliken zusammengeschlossen. Der OVKS gehören neben Russland Kirgistan, Weißrussland, Armenien, Kasachstan und Tadschikistan an. (APA/AFP)

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