Suu Kyi kann sich ein Burma unter ihrer Führung vorstellen

Die Partei der Oppositionsführerin tritt bei nächster Wahl 2015 an.

Paris - Die burmesische Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi ist bereit, eines Tages die Führung in ihrer Heimat zu übernehmen. „Ich denke, dass sich alle Parteiführer auf diese Möglichkeit vorbereiten müssen, wenn sie wirklich an den demokratischen Prozess glauben“, sagte die 67-Jährige in Paris der Nachrichtenagentur AFP. Dies sei aber nichts, woran sie tagtäglich denke. „Man muss sich auf die jetzige Arbeit konzentrieren, und sich natürlich auf die Zukunft vorbereiten“, ergänzte die Friedensnobelpreisträgerin.

Suu Kyi beendet am Freitag ihre erste Europa-Reise seit ihrer Freilassung aus dem Hausarrest. Die Ikone der burmesischen Demokratiebewegung ist seit kurzem Abgeordnete im Parlament ihres Landes, das inzwischen nicht mehr von einer Militärjunta, sondern von einer formal zivilen Regierung geführt wird. Im Jahr 2015 stehen in Burma wieder Wahlen auf dem Programm, bei denen Suu Kyis Nationale Liga für Demokratie (NLD) antreten will. Man dürfe aber nicht bis 2015 warten, „wie sich die Dinge entwickeln“, sagte sie AFP. „Das Jetzt ist am wichtigsten.“ (APA/AFP)


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