Neues Rettungsgesetz erforderte großen Einsatz

82.100 Stunden waren die Mitglieder der Bezirksrettung im Einsatz. Turbulent gestalteten sich die Umstellungen aufs Rettungsgesetz.

Von Verena Hofer

Westendorf –Von den gravierendsten Einschnitten seit dem Bestehen des Roten Kreuzes im Bezirk berichtete Bezirksstellenleiter Hans-Urs Krause bei der Generalversammlung am Donnerstag in Westendorf. „Wir haben im vergangenen Jahr Umstellungen erlebt, die es in den vergangenen 100 Jahren im Rot-Kreuz-Wesen noch nie gegeben hat“, erklärt Krause. Angefangen von dem neuen EDV-Programm der Buchhaltung, über die Gründung der Betreibergesellschaft bis hin zur Übernahme des Rettungs- und Krankentransportwesens. Drei Arbeitsplätze konnten durch die Aufnahme der Fahrdienstzentrale im Bezirk erhalten bleiben.

Ein großer Punkt im Bericht war die Fort- und Weiterbildung: 1068 Teilnehmer nahmen an 71 Erste-Hilfe-Kursen teil. Immer zur Stelle waren die freiwilligen Helfer bei den Großveranstaltungen – angefangen vom Hahnenkammrennen im Jänner bis hin zum Biathlonweltcup im Dezember. Insgesamt wurden in den sechs Ortsstellen 82.100 ehrenamtliche Stunden geleistet. Zu 76 Einsätzen wurde das Kriseninterventionsteam gerufen. Derzeit üben über 39 Mitarbeiter ihren Rettungsdienst hauptberuflich aus. Dem gegenüber stehen 358 Ehrenamtliche. Zu den Projekten gehören auch „Essen auf Rädern“, Blutspendeaktionen sowie die „Team Österreich Tafel“. Mit der Eröffnung der dritten Lebensmitteltafel im Brixental ist nun der Kitzbüheler Bezirk unter den Top fünf in Österreich“, sagt Krause stolz. In ganz Österreich gibt es keine Bezirke, die mehr Tafeln anbieten. Des Weiteren wurde eng mit dem Jugendrotkreuz kooperiert. Die bereits zum zweiten Mal erfolgreich ausgetragene „Helfi Olympiade“ zeugt davon. Als Ziel für das kommende Jahr wurde die Eröffnung eines Kleiderladens in Kitzbühel genannt. Jetzt wird nach einem Geschäftslokal gesucht. „Alten Zeiten nachzutrauern, bringt nichts“, schwor Krause die Mitglieder ein und gratulierte, dass die Umstellung gut gelungen ist.

Insgesamt konnten 34 Kameraden angelobt werden.Ebenso wurden verdiente Helfer geehrt. Es bekamen 21 Mitglieder das Dienstjahresabzeichen verliehen, die Landesmedaille erhielten 14 freiwillige Helfer. Die Verdienstmedaille in Gold erhielten Andrea Tischler, Josef Mimm, Christine Sturm, Andreas Werlberger und die kürzlich verstorbene Marlene Hetzenauer. Das Dienstjahresabzeichen in Gold für 50-jährige Mitgliedschaft wurde Theo Wörgötter überreicht.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

Kommentieren