Verständigung in Fels und Eis

Von Walter Zwicknagl...

Von Walter Zwicknagl

Tux –Die Spannagelhöhle in Tux war für Höhlenretter aus sechs Bundesländern das ideale Testgelände, um ein modernes Kommunikationssystem zu erproben. „Unter Tag ist die Verständigung äußerst problematisch. Bisher mussten wir auf Feldtelefonanla­gen zurückgreifen. Schwere Telefonkabelrollen sind dann zu schleppen, außerdem gibt es technisch bedingt Verständigungsschwierigkeiten durch schlechte Übertragung“, zeigt Stefan Adrian aus Radfeld als Landesleiter der Tiroler Höhlenretter die bisherigen Probleme bei Rettungsaktionen auf. Revolutionär auf diesem Sektor ist jetzt ein neues Kommunikationssystem namens Cave-Link, das in Oberösterreich bereits verwendet wird. „Auch wir werden künftig damit arbeiten“, verrät der Chef der 24 Mann starken Tiroler Rettungstruppe.

Überzeugt hat sie davon Felix Ziegler, ein Elektroingenieur und seit 25 Jahren Höhlenforscher in der Schweiz. Sein Einsatzgebiet ist die 200 Kilometer lange Hölloch-Höhle. Er ist einer der drei Entwickler dieses Systems, das schon bei Wasserquellen in der Nähe von Tunnelbaustellen und neuerdings auch in Dresden bei einem Altbergbau zur Übermittlung von Kohlendioxid-Daten eingesetzt wird. „In der Spannagelhöhle und im Umfeld des Spannagelhauses konnten wir das Gerät, das seit 2005 auf dem Markt ist und vor zwei Jahren weiterentwickelt wurde, ausführlich erproben“, berichtet Stefan Adrian. Bei 4000 Euro liegen die Anschaffungskosten.


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