Solebad ist das Salz in der Suppe der Erlebnistherme

Rund eine Million Euro investierte die Thermengesellschaft in Fügen in das neue Salzbecken. Gestern wurde es offiziell eröffnet.

Von Angela Dähling

Fügen –Das jüngste Gusto­stück, das den Badegästen in der Erlebnistherme in Fügen serviert wird, ist ein salziges: Allein bei der Befüllung wurden fünf Tonnen Bad Reichenhaller Salz in das 36 Grad warme Wasser des neuen Solebeckens gemischt. „60 bis 80 Kilo Salz müssen wir täglich nachfüllen“, informierte Geschäftsführer und ehemaliger TVB-Obmann, Werner Kostenzer, als er gestern gemeinsam mit dem zweiten Geschäftsführer, Bürgermeister Walter Höllwarth, das neue Becken offiziell eröffnete.

Zwei Jahre Planung waren der Errichtung vorausgegangen. Eine spezielle Technik und ausgewählte Materialien, die der Verätzung durch das Salz standhalten, mussten gesucht werden – und bezahlt werden können. Der salzige Leckerbissen, dessen Badegenuss sich positiv auf Haut und Atemerkrankungen auswirken soll, kostete schließlich eine Million Euro. Großzügige Förderungen vom Land versüßten den Gesellschaftern (Gemeinde Fügen und Tourismusverband Erste Ferienregion Zillertal) die Finanzierung, ließ BM Walter Höllwarth durchblicken.

Die Eröffnung der neusten Attraktion gab auch Anlass, zurückzublicken. Ein Hallenbad zu bauen und es „Erlebnistherme“ zu nennen, obwohl kein Tropfen Thermalwasser darin fließt, sorgte bei der Eröffnung im Dezember 2006 für Gesprächsstoff.

Inzwischen ist der Gesprächsstoff ein anderer – denn allen Unkenrufen zum Trotz schreibt die Erlebnistherme Zillertal eine Erfolgsgeschichte, die ihresgleichen sucht. Geschäftsführer Werner Kostenzer hat alle Zahlen dazu im Kopf: Mehr als eine Million Badegäste besuchten ingesamt bis jetzt die Erlebnistherme Zillertal, die jährliche Gästezahl ist steigend und ein Umsatz von 11,9 Millionen Euro wurde seit der Eröffnung erwirtschaftet.

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Weitere 1,9 Millionen Euro an Eigenmittel wurden seither zusätzlich investiert und vom 4,5 Millionen-Euro-Kredit seien bereits 925.000 Euro zurückgezahlt, informiert Kostenzer weiter. Nebenbei habe man noch mehr als 700.000 Euro Rücklagen bilden können und 8000 m² Grund für künftige Erweiterungen angekauft.

Lob und Respekt zollten den beiden ehrenamtlichen Geschäftsführern dafür Bezirkshauptmann Karl Mark, LA Josef Geisler und der Schwazer Wirtschaftskammerobmann Franz Hörl. „Ihr seid Vorbilder, was die kaufmännische Führung anbelangt. Ich lerne jeden Tag von Euch“, sagte Franz Hörl.


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