Aktivisten berichten von Massaker mit 44 Toten bei Damaskus

Am Freitagmorgen sollen Regierungstruppen in einer Vorstadt Menschen getötet haben. Bestätigt ist das Massaker noch nicht.

Damaskus – Truppen des Regimes von Präsident Bashar al-Assad sollen in der Nähe von Damaskus ein Massaker begangen haben. 44 Menschen, unter ihnen Frauen und Kinder, seien in den frühen Morgenstunden des Freitags in der Vorstadt Duma von den Truppen getötet worden, berichteten syrische Oppositionsaktivisten. Sie stellten auch Bilder ins Internet, die in weiße und blutbefleckte Tücher gehüllte Leichen zeigen. Die Informationen ließen sich zunächst von unabhängiger Seite nicht bestätigen.

Am Donnerstag sind nach Angaben der Opposition fast 180 Menschen getötet worden. Bei den Opfern handle es sich um etwa 120 Zivilisten und fast 60 Soldaten, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Freitag in London mit.

Zuletzt hatte im Mai das Massaker von Hula bei Homs mit 108 toten Zivilisten für weltweite Empörung gesorgt. UNO-Ermittler konnten allerdings nicht eindeutig feststellen, wer die Täter waren. Sie hielten es lediglich für wahrscheinlich, dass es von Regime-Truppen und -Milizen verübt worden war.

An diesem Samstag wollen in Genf die Außenminister der UNO-Vetomächte und Vertreter der Arabischen Liga über Möglichkeiten beraten, das Blutvergießen in Syrien zu stoppen. Grundlage der Gespräche bildet ein neuer Plan des UNO-Sondergesandten Kofi Annan, der die Bildung einer Übergangsregierung aus Regimevertretern und Oppositionellen vorsieht. (APA/dpa/AFP)


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