Eusebio erlitt bei EM Schlaganfall, Ronaldo verpasst den Abflug

Hier erfahren Sie die letzten Infos von den Teams und bunte Splitter rund um das EM-Turnier.

Splitter zur Fußball-Europameisterschaft 2012

Portugal: Legende Eusebio hat während des Aufenthalts bei der Fußball-EM in Polen und der Ukraine einen leichten Schlaganfall erlitten. Der 70-Jährige befindet sich derzeit in einem Spital in Lissabon. „Nach der Neubewertung der Befunde und Bilder kann der Schluss gezogen werden, dass er am 24. Juni einen Schlaganfall erlitten hat“, sagte Spitaldirektor Jose Roquette am Freitag. Eusebio müsse nun noch für unbestimmte Zeit im Spital bleiben.

Eusebio war in Posen ins Krankenhaus eingeliefert worden, nachdem er im Quartier des EM-Halbfinalisten in Opalenica über Unwohlsein geklagt hatte. Am Mittwoch wurde er nach Portugal überstellt.

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Portugals II: Cristiano Ronaldo hat am Donnerstag auf der Rückreise den Flieger von Donezk nach Posen verpasst, weil er sich am Flughafen kurz vor dem Abflug noch ein Stück Kuchen kaufen wollte, berichteten Medien am Freitag. „Das ist unfair. Ich bin nur schnell ins Cafe gegangen, um mir einen Kuchen zu kaufen, und der Flieger ist ohne mich gestartet“, wurde der 27-Jährige zitiert. Dass der Stürmer von Real Madrid nicht in der Maschine mit den Teamkollegen saß, habe Nationaltrainer Paulo Bento zu spät bemerkt, hieß es unter Berufung auf das EM-Informationszentrum. Ronaldo habe ein paar Stunden auf den nächsten Flug nach Posen warten müssen, habe aber dann den Anschlussflug nach Lissabon mit seinen Teamkollegen nehmen können.

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„Heiliger“ Fan: Papst Benedikt XVI., ein gebürtiger Deutscher, war beim EM-Semifinale zwischen Deutschland und Italien unparteiisch. Die bessere Mannschaft möge gewinnen, ließ das Kirchenoberhaupt via Vatikan-Sprecher Federico Lombardi ausrichten. Der päpstliche Privatsekretär Georg Gänswein bangte laut Lombardi hingegen vergeblich mit der deutschen Mannschaft.

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Trostpflaster: Nach dem erneut verpassten Titelgewinn dürfen sich die 23 deutschen EM-Spieler mit einem Urlaubsgeld von jeweils 100.000 Euro trösten. Diese Prämie zahlt der DFB für den Einzug ins verlorene Halbfinale gegen Italien. Bei einem Titelgewinn hätten Kapitän Philipp Lahm und seine Kollegen die Rekordsumme von je 300.000 Euro kassiert. Auch für Platz drei bei der WM 2010 hatten die Deutschen 100.000 Euro erhalten. Nach der EM-Finalniederlage vor vier Jahren hatte es den bisherigen Höchstbetrag von 150.000 Euro pro Mann gegeben.

Deutschland: Miroslav Klose denkt derzeit nicht an einen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft. „Jetzt muss ich das erstmal sacken lassen. Ich kann mir vorstellen, noch zwei Jahre zu spielen“, sagte der Stürmer nach dem verlorenen EM-Halbfinale. Der 34-Jährige hat seit der WM 2002 jedes Großereignis bestritten und 32 WM- und EM-Partien absolviert. In seinen insgesamt 121 Länderspielen für Deutschland traf er 64 Mal. Zur deutschen Rekordmarke von Gerd Müller (68 Tore) fehlen dem Angreifer von Lazio Rom noch vier Tore.

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Kaiser: Franz Beckenbauer hat bestürzt auf das EM-Aus des DFB-Teams reagiert. „Ich dachte, nach 16 Jahren, dem EM-Sieg 1996 in England, sind wir wieder reif für den Titel“, erklärte der „Kaiser“. Vor allem die Leistung in der ersten Halbzeit gegen Italien sei ihm ein Rätsel. „Das war nicht die wahre deutsche Elf bei dieser EM“, urteilte Beckenbauer. Die DFB-Auswahl habe zu viel Respekt vor der Squadra Azzurra gehabt. „Das Gerede vom Italien-Fluch scheint die Spieler etwas gelähmt zu haben.“ Die vermeintlich falsche Taktik von Teamchef Joachim Löw sieht er nicht als Hauptursache des Scheiterns, zudem warnte er vor übergroßer Enttäuschung. „Eines sollte man nicht vergessen. Das Halbfinale ist kein Dreck. Andere große Fußballnationen wie England, Frankreich, Holland hätten es gerne erreicht.“

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König: Spanien hat nach Ansicht von König Juan Carlos „alle Möglichkeiten“, das EM-Finale zu gewinnen. Wenn die Nationalelf ihre Sache gut mache und etwas Glück habe, werde sie auch gewinnen, sagte der Monarch am Donnerstag im Madrider Zarzuela-Palast. Er gratulierte dem Team von Trainer Vicente del Bosque zum Sieg im Halbfinale gegen Portugal und zum Einzug ins Endspiel. Die Partie gegen Portugal sei „sehr gut, aber auch sehr schwer“ gewesen. Kronprinz Felipe hatte noch in der Nacht mit Del Bosque telefoniert und der Mannschaft seine Glückwünsche übermitteln lassen. Der Thronfolger wird ebenso wie Ministerpräsident Mariano Rajoy zum Finale nach Kiew fliegen.


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