Öffis sorgten bei Parteien für viel Verkehr

Innsbruck – Einen Schlagabtausch rund um Bus und Bahn lieferten sich diese Woche Tirols Parteien....

Innsbruck –Einen Schlagabtausch rund um Bus und Bahn lieferten sich diese Woche Tirols Parteien.

Die Liste Fritz forderte am Freitag, ein 60-Euro-Jahresticket für alle Tiroler Schüler und Lehrlinge einzuführen. Drei Dringlichkeitsanträge will Listen-Chef Fritz Dinkhauser im Landtag einbringen. Bereits die Ankündigung für die Pressekonferenz rief den für den öffentlichen Nahverkehr zuständigen Landesrat Anton Steixner (VP) auf den Plan. Dieser erklärte dann am Donnerstag, mit dem Bund über ein solches Ticket verhandeln zu wollen. Das wiederum stieß der SPÖ sauer auf, weil ein entsprechender Antrag der Roten im Landtag abgelehnt worden war. Schlussendlich meldete sich noch Fritz Gurgiser zu Wort, der die VP-Ambitionen nicht recht glauben wollte. Auch Gurgisers Bürgerklub wird nächste Woche einen Dringlichkeitsantrag zu den Öffis im Landtag einbringen.

Am Fahrplan der Liste Fritz stehen neben dem 60-Euro-Ticket auch Vergünstigungen für Senioren. Die Bezieher von Mindestrenten sollten die Öffi-Jahreskarte in Innsbruck um 182 Euro erhalten. Derzeit koste die Karte 332 Euro. Einen Euro pro Tag für die Öffis in Innsbruck wäre jener Preis, der der Liste Fritz vorschwebt. 365 Euro statt 441 Euro würden beim Normaltarif fällig. „In Wien hat dieses Modell dazu geführt, dass die Nachfrage nach den Tickets um 16 Prozent gestiegen ist“, erklärt Dinkhauser.

Wer soll das bezahlen? Das ist die Frage, um die es sich dreht. Das Land hat beim Budget für den Nahverkehr bereits gehörig nachjustiert. Dass schon viel passiert sei, räumt auch Dinkhauser ein. „Es besteht aber noch Nachholbedarf.“ Die Belastung für das Landesbudget hielte sich in Grenzen, rechnet Dinkhauser vor. Die Lehrlingskarte käme vom Bund, das Jahresticket würde sich durch die erhöhte Nachfrage rechnen. „Für die Senioren wird man wohl noch Geld haben.“

Der Ausbau der Öffis sei wichtig – auch um die Umwelt zu schonen. „Wir leben in einem Luftsanierungsgebiet“, ruft Dinkhauser in Erinnerung. Während andere Bundesländer, sich Geld vom Bund für den Ausbau der Öffis geholt hätten, „hat Tirol geschlafen“. Das lässt das Land nicht auf sich sitzen. Heute würden um 40 Prozent mehr Züge und Busse in Tirol verkehren als noch vor fünf Jahre, erklärt Steixner. (aheu)


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