Länderversicherer: Mit Prämienplus gegen den Trend

Innsbruck – Obwohl die österreichische Versicherungswirtschaft im Jahr 2011 einen leichten Prämienrückgang von 3,66 % verbuchte, konnten die...

Innsbruck –Obwohl die österreichische Versicherungswirtschaft im Jahr 2011 einen leichten Prämienrückgang von 3,66 % verbuchte, konnten die Österreichischen Länderversicherer (VÖL) mit Prämien von über 1,3 Mrd. Euro und damit einem Plus von 2,03 % abschließen. „Sicher ist die Finanzkrise auch in Österreich derzeit die größte Herausforderung, das Geschäftsmodell Versicherung hat sich aber als extrem krisenresistent bewährt“, sagte Othmar Ederer, Generaldirektor der Grazer Wechselseitigen Versicherung und VÖL-Vorsitzender, gestern anlässlich einer VÖL-Tagung in Innsbruck. Trotz eines Rückgangs der Leistungen um 2 % im Vorjahr konnte der Jahresüberschuss der VÖL auf 87,32 Mio. Euro gesteigert werden, für 2012 erwartet Ederer ein leichtes Prämienwachstum.

Auch in Tirol konnte das VÖL-Mitglied Tiroler Versicherung wachsen: „Mittlerweile sind von den 279 Tiroler Gemeinden 224 bei uns als Vollkunden versichert“, erklärte Walter Schieferer, Vorstandsvorsitzender der Tiroler Versicherung.

Allerdings wurden die Versicherer in den ersten Monaten 2012 schon stark gefordert: „In Tirol hatten wir im Jänner und Februar massive Schäden durch Frost und die extreme Kälte“, sagte Schieferer. Ederer kritisierte die Politik in Hinblick auf die Versicherung bei Naturkatastrophen. Man habe der Regierung bereits Lösungsmodelle vorgeschlagen, die Politik habe aber „offenbar größere Probleme als Naturkatastrophen“, so Ederer. (cs)


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