„Stern aufgegangen“ und „Schwarz Rot Heul. Finito, Aus, Feierabend!“

Die italienische Presse streut der „Squadra Azzurra“ Rosen, die internationale spart nicht mit Kritik für die DFB-Elf.

Berlin – Pressestimmen zum Fußball-EM-Halbfinale zwischen Deutschland und Italien (1:2):

ITALIEN:

„La Gazzetta dello Sport“: „Stolzes Italien. Das war ein überwältigender Auftritt der Azzurri, mit einem wunderbaren Doppelschlag Balotellis und so vielen vergebenen Chancen. ... Super Balotelli. Ein Stern ist aufgegangen. Ganz Italien feiert. Wir haben es geschafft!!! Deutschland schon wieder geschlagen. Jetzt kommt Spanien dran.“

„Corriere dello Sport“: „Italienische Giganten. Ein Wahnsinns-Balotelli. Wir haben Deutschland eine Fußball-Lektion erteilt. Wir sind im Finale. Die Azzurri haben dem Land die Freude zurückgegeben.“

„Tuttosport“: „Wir haben sie fertig gemacht. Balotellis fabelhafter Doppelschlag.“

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„La Stampa“: „Wir sind der Fluch der Deutschen. Die Geschichte wiederholt sich. Deutschland bleibt am Boden, und Italien kommt weiter. Das Finale zu erreichen, das sah erst so aus, als müsse man eine Rakete zum Mond schießen. Doch der Mond kam herab, um eine Squadra zu streicheln, die in zwei Jahren nahezu aus dem Nichts neu aufgebaut worden ist.“

„La Repubblica“: „Eine perfekte Partie, die magische Nacht des Super-Mario. Dieser Junge heißt Italien. Denn Italien, das steht jetzt auch für einen Schwarzen mit dem Akzent von Brescia. Der Sieg über Deutschland verlängert die Geschichte, und ins Finale geht es mit riesiger Moral.“

„Corriere della Sera“: „Ein großes Italien, Deutschland muss sich Balotelli geschlagen geben. Es war die schönste Partie, eine Schönheit, entstanden aus dem Wissen um die eigenen Mittel, umgesetzt wie am Reißbrett ausgedacht. Alle haben alles gegeben, sind teilweise neugeboren in dieser Nacht.“

DEUTSCHLAND:

„Tagesspiegel“: „Gutes Turnier, schlechtes Ende. Geschichte wiederholt sich: Die deutsche Mannschaft unterliegt Italien auch in diesem EM-Halbfinale 1:2 und verfehlt das Endspiel.“

„Frankfurter Rundschau“: „Schwarzer Donnerstag.“

„Süddeutsche Zeitung“: „Wieder hört der Spaß auf, wenn es ernst wird.“

„Bild: „Schwarz Rot Heul. Finito, Aus, Feierabend! 1:2 gegen Italien - Jogis Jungs verpassen das EM-Finale und stürzen Fußballfans in tiefste Depressionen.“

SPANIEN:

„El Pais“: „Die Deutschen fielen ihrer Arroganz und ihrem Übermut zum Opfer. Sie dachten nur an eine Revanche gegen Spanien und vergaßen die Italiener. Von Özil war wenig zu sehen, dagegen führte Pirlo Regie in meisterhafter Manier.“

„El Mundo“: „Italien demütigt Deutschland.“

„El Periodico“: „Balotelli versenkt Deutschland. Das Spiel der Teutonen erlitt einen verheerenden Kurzschluss. Die deutsche Elf war eine totale Enttäuschung.“

„Marca“: „Italien bleibt das Schreckgespenst der Deutschen. Egal ob das deutsche Team - wie jetzt bei der EM - als Favorit antritt oder ob es daheim im eigenen Land spielt, in der Stunde der Wahrheit kann es die Hürde der Italiener einfach nicht überwinden.“

„As“: „Adios, Alemania. Die Deutschen waren den Italienern deutlich unterlegen und mit dem 1:2 noch gut bedient.“

„Sport“: „Balotelli war der Super-Mario. Von der Statistik her wird das Spiel als ein knapper Sieg der Italiener in die Annalen eingehen. Aber in Wirklichkeit hätte das Team von Cesare Prandelli die Deutschen mit einer Packung heimschicken können.“

ENGLAND:

„The Times“: „Balotellis Brillanz schickt verstörtes Deutschland heim - für Balotelli war es die stolzeste Nacht seiner Karriere. Italien war im Traumland, Deutschland fassungslos.“

„The Guardian“: „Warum immer er? Balotelli feuert Italien ins Finale - es war die Nacht, in der Mario Balotelli sich als seriöser, erwachsener Fußballer zeigte, der die besten Gelegenheiten verwerten konnte. Angedroht hatte er das schon mehrmals, aber nie hat er es mit so viel Effizienz durchgesetzt.“

„The Sun“: „Wunderbarer Balotelli: Die Deutschen antworteten mit einem Elfmeter von Mesut Özil, doch das war zu wenig und zu spät.“

„The Daily Mail“: „Magic-Mario beansprucht Ruhm für sich: Es konnte nur einen Super-Mario geben in diesem Halbfinale. Dass es Balotelli war und nicht Gomez ist möglicherweise der Schock des Turniers.“

„Daily Mirror“: „Balotelli mag zwar darauf bestanden haben, es sei nicht nötig, seine Tore zu feiern, wie ein Postbote nicht feiert, wenn er Briefe einwirft. Doch letzte Nacht fand er etwas, worüber er lächeln konnte. Super, Mario!“

FRANKREICH:

„Le Parisien“: „Balotelli lässt Deutschland stürzen - von diesem Spiel wird man drei Dinge in Erinnerung behalten. Erstens natürlich den unaufhaltsamen Sieg. Zweitens das, was nun wie ein Fluch erscheint, da Deutschland Italien immer noch nicht bei einem großen Wettbewerb geschlagen hat. Und drittens wird man sich einen großen Namen merken: den von Mario Balotelli.“

„Le Figaro“: „Mario Balotelli (...) hat fast im Alleingang den Final-Favoriten Deutschland in die Knie gezwungen.“

„20 minutes“: „Balotelli, der italienische Superstar - schenkt man seinem Team-Partner James Milner bei Manchester City Glauben, gibt es zwei Mario Balotellis: ‚einen guten und einen schlechten‘. Die Deutschen hatten kein Glück, sie sind über ein drittes Modell gestolpert: einen außergewöhnlichen Mario Balotelli.“

POLEN:

„Gazeta Wyborcza“: „Finale? Nein! Fußball ist ein Spiel mit 22 Leuten, und am Ende gewinnen die Deutschen? Falsch. Seit 1996 erlangten die Deutschen keine große Trophäe. Super-Mario, Super-Italia.“

SCHWEIZ:

„Blick“: „Deutsche gedemütigt! Mister Bummbastic. Super-Mario Balotelli erlegt die Deutschen mit zwei Toren. Deutsche verlieren Spiel und Anstand.“

„Neue Zürcher Zeitung“: „Es bleibt, wie es ist. Deutschland kann an Turnieren nicht gegen Italien gewinnen. Wie schon bei der WM 2006 führt der Weg der Italiener in ein Finale über die Deutschen.“

„Basler Zeitung“: „Deutschland zerbricht an ‚Super-Mario‘ Balotelli. Mamma mia: Dank zwei Toren des Stürmers bezwingt Italien Favorit Deutschland.“

TSCHECHIEN:

„Sport“: „Ein Verrückter ist König. Balotelli hat die Deutschen abgeschossen.“

„Pravo“: „Wenn es dem italienischen Fußball am schlechtesten geht, wenn er von Korruptions- und Wettskandalen überschattet wird, dann rückt die Nationalmannschaft entgegen aller Unkenrufe zusammen.“

SCHWEDEN:

„Aftonbladet“: „Die Deutschen eroberten viele Herzen und gewannen Freunde. Aber zum Turniersieg brauchten sie auch Rückgrat, und das schienen sie unterwegs verloren zu haben. Schon wieder ein Sommermärchen, das sich in Rauch aufgelöst hat.“

UNGARN:

„Magyar Nemzet“: „Fußball ist ein Spiel, das die Deutschen nie gewinnen.“

BOSNIEN UND HERZEGOWINA:

„Denevni avaz“: „Zwei Nägel von Wahnsinns-Mario in den Sarg der Deutschen“


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