Anonyme Anzeige gegen den Präsidenten des FC Lustenau

Laut Sperger wurden die Zahlungsschwierigkeiten behoben. Die Bundesliga rechnet fix mit dem Verbleib in der „Erste Liga“.

Graz/Wien – Vier Wochen vor dem Saisonstart der Fußball-Erste Liga hat eine anonyme Anzeige für Unruhe gesorgt. Wie die „Kleine Zeitung“ und die „Oberösterreichischen Nachrichten“ in ihren Freitag-Ausgaben berichteten, ist bei der Staatsanwaltschaft Graz gegen Dieter Sperger, Präsident von FC Lustenau, eine anonyme Anzeige eingegangen. Der Vorwurf: FC Lustenau soll sich die Lizenz erschlichen haben. Der GAK, der im Play-off gescheitert ist, würde in der zweithöchsten Spielklasse gerne einspringen, die Bundesliga rechnet aber fix mit dem Verbleib von Lustenau.

Hans-Jörg Bacher, Sprecher der Staatsanwaltschaft Graz, bestätigte den beiden Zeitungen den Eingang der Anzeige. Hintergrund sind Zahlungsschwierigkeiten des FC Lustenau, die laut Sperger mittlerweile aber behoben seien. Sperger nannte die Anzeige gegen ihn eine „Farce“. Offenbar sei sie von jemandem eingebracht worden, „der beleidigt ist, dass sein Verein nicht in der Ersten Liga spielt“, erklärte er gegenüber der APA - Austria Presse Agentur. Er mache sich darüber weiter keine Gedanken, die Lizenzierung sei jedenfalls „korrekt abgelaufen“, betonte der Clubchef.

In Bezug auf den finanziellen Engpass des Vereins in den vergangen Wochen erklärte Sperger, dass die ausstehenden Gehälter mittlerweile ausbezahlt worden seien. Auch die Ende Juni anfallenden Zahlungen seien gesichert. „Es ist alles bereinigt, die Saison ist finanziert“, so Sperger. Er gehe davon aus, dass es mit den Negativ-Schlagzeilen nun vorbei sei.

Die Bundesliga steht ebenfalls auf dem Standpunkt, dass die Angelegenheit bereinigt ist bzw. wird. „Wenn an der Anzeige was dran sein sollte, würde sich die Staatsanwaltschaft mit uns in Verbindung setzen“, sagte Bundesliga-Vorstand Georg Pangl der APA. Die Bundesliga steht demnach mit dem FC Lustenau in Kontakt und geht fix davon aus, dass Lustenau „in der kommenden Saison an der Liga teilnimmt“.

Der GAK, der im Play-off gegen Hartberg verloren hatte und durch einen Platzsturm seiner Fans im Rückspiel negativ in die Schlagzeilen geraten war, wäre zu einem Aufstieg bereit, rechnet aber selbst nicht damit. Es sei schwer zu glauben, dass der Club noch eine Chance habe, meinte Vereinspräsident Benedikt Bittmann. Aber: „Wir wären vorbereitet. Es sind zwar einige Spieler weg, aber wir haben den Plan für die erste Liga noch immer in der Schublade.“ (APA)


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