Scheuer: Keine Schönborn-Kritik

Innsbruck – Gegenüber der TT hatte der Lienzer Dekan Bernhard Kranebitter erklärt, das Vorgehen Schönborns im Fall des niederösterreichische...

Innsbruck –Gegenüber der TT hatte der Lienzer Dekan Bernhard Kranebitter erklärt, das Vorgehen Schönborns im Fall des niederösterreichischen Pfarrers Peter Meidinger sei „ein Armutszeugnis“. Dazu Bischof Manfred Scheuer: „Dekan Bernhard Kranebitter ist ein engagierter Pfarrer und Seelsorger, den die Sorge um die Kirche umtreibt. Ich distanziere mich jedoch klar von seiner Kritik an Kardinal Christoph Schönborn. Diese Kritik wird weder der Sache noch der Person gerecht. Als Bischof von Innsbruck stehe ich in der Gemeinschaft mit den österreichischen Bischöfen und mit Papst Benedikt XVI.“

Scheuer erklärt außerdem: „Ich kritisiere den strategischen Umgang mit dem Wort Ungehorsam. Ohne Gehorsam als Wille zur Einheit wird die Kirche nicht erneuert, sondern in viele Einzelgruppen zersplittert. In den im Artikel erwähnten Gesprächen mit mir und Generalvikar Jakob Bürgler, hat sich Dekan Kranebitter klar zu einem sakramentalen Verständnis des priesterlichen Dienstes bekannt.“ Bei diesem Dialog seien klare Differenzen in inhaltlichen Positionen und Ansätzen deutlich geworden.

„Zu den Aufgaben eines Dekans gehört auch der Dienst an der Einheit. Die österreichischen Bischöfe haben vereinbart, dass die Voraussetzung für eine Bestätigung der Wahl eines Dekans die Distanzierung vom Aufruf zum Ungehorsam ist. Ich hoffe sehr, dass der Wille zur Einheit und die gemeinsame Arbeit am Reich Gottes in den Vordergrund rücken“, sagt der Bischof. (TT)


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