Federer zitterte sich gegen Bennetau ins Achtelfinale

Federer lag mit 0:2-Sätzen gegen den Franzosen zurück, schaffte aber noch die Wende. Deutlich weniger Mühe hatte Novak Djokovic, er besigte den Tschechen Stepanek.

London - Roger Federer ist am Freitagabend in Wimbledon gewankt, aber nicht gefallen. Der Weltranglistendritte lag in der dritten Runde des Tennis-Grand-Slam-Turniers gegen den Franzosen Julien Benneteau mit 0:2-Sätzen zurück, schaffte aber noch die Wende und triumphierte nach 3:34 Stunden mit 4:6,6:7(3),6:2,7:6(6),6:1. Deutlich weniger Mühe hatte der topgesetzte Serbe Novak Djokovic, der den Tschechen Radek Stepanek nach anfänglichen Schwierigkeiten noch deutlich mit 4:6,6:2,6:2,6:2 besiegte.

Der ehemalige Weltranglistenerste legte gegen den Weltranglisten-32. einen klassischen Fehlstart hin. Mit dem Gewinn des dritten Satzes meldete sich Federer im Spiel zurück, im vierten Durchgang musste er mehrmals gegen den Matchverlust servieren. Im Tiebreak verwertete der Schweizer seinen zweiten Satzball zum 8:6. Damit war die Vorentscheidung gefallen. Der körperlich völlig erschöpfte Benneteau war im Entscheidungssatz chancenlos.

„Es war ein unglaubliches Match“, betonte Federer. Er habe immer wieder versucht, am Leben zu bleiben. „Ich habe alles probiert, gekämpft und auch ein bisschen Glück gehabt. Teilweise habe ich schon an mir gezweifelt, weil Julien fantastisch war“, ergänzte der Schweizer, der im Head-to-Head auf 3:1 stellte und nun auf Xavier Malisse trifft.

Djokovic schlug nein Asse, 49 Winner und verwertete 7 von 19 Breakbällen

Titelverteidiger Djokovic schlug gegen die Nummer 28 des Turniers neun Asse, 49 Winner und verwertete 7 von 19 Breakbällen. Nach 2:48 Stunden war der Viersatzerfolg und siebente Sieg im achten Duell mit Stepanek perfekt. Im Kampf um den Viertelfinaleinzug bekommt es der Weltranglistenerste nun mit seinem Landsmann Viktor Troicki zu tun, der den Argentinier Juan Monaco mit 7:5,6:3,6:3 aus dem Bewerb warf. „Er war sehr aggressiv, deshalb war es ein schwieriges Match. Ich habe aber in den Sätzen zwei bis vier sehr gut gespielt“, resümierte der Weltranglistenführende.

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Von den Gesetzten kam für den Spanier Fernando Verdasco (17) gegen den Belgier Malisse (6:1,6:7,1:6,6:4,3:6) genauso das Aus wie in der 2. Runde für den Kanadier Milos Raonic (21) gegen den US-Amerikaner Sam Querrey (7:6,6:7,6:7,4:6).

Bei den Damen hatte die topgesetzte Maria Scharapowa auf dem Weg ins Achtelfinale keine Mühe, siegte gegen Hsieh Su-wei aus Taiwan mit 6:1,6:4. Die als Nummer drei eingestufte Polin Agnieszka Radwanska hatte mit der Britin Heather Watson beim 6:0,6:2-Erfolg noch weniger Mühe. Ebenfalls ins Achtelfinale zogen die Deutschen Sabine Lisicki (7:6,1:6,6:2 gegen Sloane Stephens) und Angelique Kerber (6:2,6:3 gegen Christina McHale) ein.

Für die Russin Wera Swonarewa, die gegen die Belgierin Kim Clijsters beim Stand von 3:6,3:4 wegen Atemproblemen aufgeben musste, ist das Turnier hingegen schon zu Ende. (APA)


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