Teamchef Blanc verlässt Frankreich, erneut manipulierte TV-Bilder

Hier erfahren Sie die letzten Infos von den Teams und bunte Splitter rund um das EM-Turnier.

Splitter zur Fußball-Europameisterschaft 2012

Manipulierte TV-Bilder: Gegen die Europäische Fußball-Union sind erneut Vorwürfe wegen der Manipulation von TV-Bildern während der Europameisterschaft laut geworden. Wie die „Süddeutsche Zeitung“ berichtet, wurde am Donnerstag beim Halbfinale der deutschen Mannschaft gegen Italien eine schwarz-rot-golden geschminkte Frau auf der Tribüne eingeblendet, der eine Träne über die Wange läuft.

Diese unmittelbar nach dem 0:2 durch Balotelli in der 36. Minute gezeigte Szene sei tatsächlich bereits vor dem Spiel gefilmt worden, schreibt das Blatt unter Berufung auf die Frau, die angab, sie habe vor Spielbeginn aus Rührung weinen müssen. Die UEFA wollte dazu zunächst keine Stellungnahme abgeben. Die ARD bestätigte der Zeitung, dass die Bilder aus dem deutschen Fanblock schon zuvor aufgezeichnet worden waren.

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Frankreich: Laurent Blanc gibt das Amt als französischer Fußball-Nationaltrainer auf. Wie der französische Verband FFF am Samstag bestätigte, will der Coach seinen auslaufenden Vertrag nicht verlängern. Der 46-Jährige hatte sich am Donnerstag nach dem Viertelfinalaus bei der EM gegen Spanien zu Gesprächen mit Verbandspräsident Noël Le Graët getroffen und 48 Stunden Bedenkzeit erbeten. Le Graët hatte unter anderem eine Reduzierung des Betreuerstabs von Blanc gefordert. Als Nachfolger ist Didier Deschamps, bislang Trainer bei Olympique Marseille, im Gespräch.

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Final-Schiri: Knapp anderthalb Monate nach dem Champions-League-Finale zwischen dem FC Bayern und dem FC Chelsea erlebt Pedro Proença ein weiteres Karriere-Highlight. Der 41 Jahre alte Portugiese darf an diesem Sonntag (20.45 Uhr) das Endspiel der Fußball-Europameisterschaft zwischen Titelverteidiger Spanien und Deutschland-Bezwinger Italien leiten. Der Finanzmanager aus Lissabon ist der erste portugiesische Schiedsrichter in einem EM-Finale.

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Dabei hatte die Saison ziemlich schmerzhaft für ihn begonnen. Im August 2011 verpasste ihm ein Fan von Benfica Lissabon in einem Einkaufszentrum seiner Heimatstadt einen Faustschlag ins Gesicht. Proença verlor zwei Zähne und musste seinen Saisonstart verschieben - obwohl er bekennender Benfica-Fan ist.

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Portugal: Portugals Fußball-Superstar Cristiano Ronaldo hat entgegen Medienberichten auf der Rückreise von der EURO in die Heimat nicht das Mannschaftsflugzeug der „Selecção“ verpasst. Das teilte der nationale Fußball-Verband FPF der portugiesischen Nachrichtenagentur Lusa auf Anfrage in Lissabon mit.

Die Berichte, der 27-jährige Real-Madrid-Stürmer habe die Maschine von Donezk nach Posen verpasst, weil er sich in einem Flughafen-Café Kuchen gekauft habe, seien nicht richtig, so der FPF. „Alle Spieler, Trainer und Funktionäre sind zusammen von Donezk nach Posen und dann nach Lissabon zurückgeflogen“, hieß es. Ronaldo und sein Management gaben zu der international weit verbreiteten Meldung keine Stellungnahme ab.

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Deutschland: Der deutsche Ex-Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat seinem Nachfolger Joachim Löw nach dem Ausscheiden der Fußball-Nationalmannschaft im EM-Halbfinale den Rücken gestärkt. „Es ist doch klar, dass nicht jede Maßnahme eines Trainers automatisch zum Erfolg führt. Der Trainer trifft vor dem Spiel Entscheidungen, die nicht willkürlich sind. Sie sind das Ergebnis seiner Beobachtungen und seiner Arbeit. Es gibt eben keine Garantie für Siege“, sagte Klinsmann in einem Interview der Zeitung „Stuttgarter Nachrichten“ (Samstag).

Löw war nach der 1:2-Niederlage gegen Italien heftig für seine personellen Umstellungen kritisiert worden. Der DFB-Elf traut Klinsmann, der das Team bei der Heim-WM 2006 auf Platz drei geführt hatte, trotz des Scheiterns für die Zukunft einiges zu. „Diese Mannschaft ist noch lange nicht am Ende ihrer Entwicklung. Sie war die jüngste Mannschaft des Turniers, und jetzt drängen schon wieder noch jüngere Spieler ins Team. Das sichert auf Jahre hinaus den notwendigen Konkurrenzkampf, den man braucht, um eine Mannschaft weiterzuentwickeln“, sagte Klinsmann.


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