Einsatzrekord für Landesgeologen nach Felsstürzen und Muren

Insgesamt 49 Mal mussten die Geologen seit Jahresbeginn bereits ausrücken – vier Mal so oft wie im Vorjahr.

Innsbruck – Tirols Landesgeologen melden für heuer einen Einsatzrekord nach Felsstürzen, Steinschlägen und Muren. Im Vergleich zum selben Zeitraum des Vorjahres habe es mit 64 Naturereignissen vier Mal so viele Einsätze gegeben als 2011, berichteten die Experten am Samstag.

Ausgerückt werden musste nach 49 Felsstürzen sowie Steinschlag und 15 Muren. Das Land will allein heuer in Tirol rund 60 Millionen Euro in den Schutz vor Naturgefahren investieren.

Zu den bisherigen „Großereignissen“ zählte unter anderem die Hochwand in Wildermieming (Bezirk Imst), bei der rund eine Million Kubikmeter an Geröll und Felsen zu Tal gingen. Der Felssturz hatte in der betroffenen Region ein Erdbeben der Stärke 1,8 nach Richter ausgelöst. Die Felstrümmer donnerten mit einer Geschwindigkeit bis zu 100 km/h auf einer Länge von 2,5 Kilometern ins Tal. Bei Ginzling im Hinteren Zillertal verschütteten mehrere zehntausend Kubikmeter Kristallingestein eine Fläche von rund 40.000 Quadratmetern Wald und Weideflächen. Die Erdstöße erreichten 1,4 nach Richter. Grund bei beiden Felsstürzen war das Eindringen von Schmelzwasser in das Gestein. (APA)


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