Italien im Kurzporträt

Vier Weltmeister von 2006 stehen auch bei der EURO 2012 noch auf dem Platz. Dies und andere Fakten zum italienischen Nationalteam.

Gianluigi Buffon: Der große Rückhalt und unbestrittene Chef der Azzurri. Ein absoluter Weltklassetormann, der seine Mannschaft immer wieder antreibt. Neben Andrea Pirlo, Daniele de Rossi und Andrea Barzagli einer von vier verbliebenen Weltmeistern von 2006 im Team.

Ignazio Abate: Fehlte im Halbfinale gegen Deutschland verletzt. Ein großer Kämpfer, der mit seinem Einsatzwillen technische Schwächen ausgleicht, sich erst 2011 in die Nationalelf hocharbeitete und dort auf der rechten Abwehrseite Christian Maggio verdrängte.

Andrea Barzagli: Anfang 2011 noch vom deutschen Bundesligisten VfL Wolfsburg weggeschickt, mittlerweile womöglich der beste italienische Verteidiger bei dieser EM. Sehr erfahren, zweikampfstark, mit gutem Stellungsspiel. Hat auch eine starke Saison bei Juventus Turin gespielt.

Leonardo Bonucci: Durfte trotz seiner vermeintlichen Verwicklung in den Wettskandal mit zur EM. Sein Vorteil: Er bildet zusammen mit Andrea Barzagli und Giorgio Chiellini auch bei Juventus den Abwehrblock. Enorm kopfballstark, geht deshalb auch häufiger mit nach vorne.

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Giorgio Chiellini: Eigentlich der beste und international angesehenste Verteidiger der Italiener. Bei der EM aber auch mit Pech: Fehlte gegen England verletzt und muss ständig zwischen Abwehrmitte und linker Seite hin- und herwechseln.

Claudio Marchisio: Auch bei Juventus der Mittelfeld-Partner von Spielmacher Andrea Pirlo. Grandioser Balleroberer und Distanzschütze, spielt bei dieser EM enorm zuverlässig. Etwas offensivstärker als seine Nebenleute Andrea Pirlo und Daniele de Rossi.

Andrea Pirlo: Einer der bisher besten Spieler dieser EM. Gehirn und Dirigent der Mannschaft im zentralen Mittelfeld. Spielt geniale, millimetergenaue Pässe und schießt genauso gefürchtete Freistöße. Um ihn zu stören, änderte der deutsche Bundestrainer Joachim Löw seine Taktik und fabrizierte damit eine Bruchlandung.

Daniele De Rossi: Hält Andrea Pirlo zusammen mit Claudio Marchisio den Rücken frei. Enorm kampfstarker, nie müde werdender Dauerläufer, der auch immer wieder von Clubs wie Real Madrid oder Manchester City umworben wird. Hat bei dieser EM auch sein Temperament im Griff.

Riccardo Montolivo: Sohn einer deutschen Mutter, der seine Ferien als Kind immer in Deutschland verbracht hat. Hat sich dank seiner feinen Technik und guten Übersicht in die Stammelf gearbeitet. Spielt im Nationalteam etwas offensiver als bei seinem Verein Fiorentina.

Antonio Cassano: Vor acht Monaten stand seine Karriere auf der Kippe, als er am Herzen operiert werden musste. Jetzt ist der Stürmer des AC Milan einer der Stars des Teams. Unberechenbarer, fast nie zu greifender Techniker. Fungiert meist eher als Vorbereiter als Torjäger.

Mario Balotelli: Mit zwei Toren im Halbfinale gegen Deutschland der entscheidende Mann. Schwankt aufgrund seiner Exzentrik oft zwischen Welt-und Landesliga-Klasse, kommt aber bei diesem Turnier immer besser in Fahrt und ist mit riesigem Talent gesegnet. (APA)


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