Mindestens 13 Tote bei Hitzewelle und schweren Unwetter in den USA

Fast vier Millionen Haushalte waren am Samstag ohne Strom. Die Temperaturen stiegn im Osten des Landes auf über 40 Grad Celsius.

Washington – Die Zahl der Toten in Folge der Hitzewelle und der schweren Stürme im Osten der USA ist laut dem Sender NBC auf mindestens dreizehn gestiegen. Darunter befanden sich zwei Brüder im Alter von drei und fünf Jahren. Sie hatten in Tennessee bei 40 Grad im Freien gespielt.

Die heftigen Gewitterstürme im Osten des Landes haben außerdem Millionen Amerikaner von der Stromversorgung abgeschnitten. Bei einer Hitzewelle von 40 Grad müssen die Menschen ohne Klimaanlage und Kühlschrank auskommen. Entspannung war nicht in Sicht: Meteorologen warnten vor weiteren Unwettern, auch mit Abkühlung sei vorerst nicht zu rechnen.

Allein im Großraum Washington, wo die Unwetter in der Nacht am heftigsten wüteten, waren rund 1,5 Millionen Haushalte betroffen. Bewohner sprachen von einer der schwersten Unwetter seit Jahren. Im benachbarten Virginia kamen nach Angaben des TV-Senders CNN vom Samstag mindestens sechs Menschen um Leben - alle durch umstürzende Bäume. Fox News berichtete sogar insgesamt von zehn Toten.

In Virginia habe es überdies drei Hitzetote gegeben, berichtete die „Washington Post“. Weite Teile im Osten leiden seit Tagen unter einer Hitzewelle von streckenweise über 40 Grad - durch tropische Schwüle sind die Temperaturen extrem schwierig zu ertragen.

TT-ePaper gratis testen und 2 VIP-Tickets für das Electric Love Festival gewinnen

Electric Love Festival

„Ich habe so etwas noch nie erlebt“, sagte ein Bewohner in Bethesda vor den Toren der US-Hauptstadt. „Ohne Klimaanlage - das wird ein verdammt heißer Tag“, fügte er lächelnd hinzu. Zeitweise sprach der TV-Sender CNN von über vier Millionen Haushalte ohne Strom. Bis die meisten Amerikaner wieder Strom haben, dürften Tage vergehen.

Die Gewitterstürme reichten von den Bundesstaaten Indiana bis New Jersey - insgesamt fegte der nächtliche Sturm innerhalb weniger Stunden über neun Staaten hinweg. Die Stürme erreichten Spitzengeschwindigkeiten von über 120 Stundenkilometer.

Bei den Waldbränden in Colorado kamen bereits zwei Menschen ums Leben. Es handelt sich um die schwerste Feuerwalze in der Geschichte des Bundesstaates. 350 Häuser wurden zerstört. (APA/dpa/Reuters)


Kommentieren


Schlagworte