Plansee beteiligt sich an deutschem Werkzeughersteller Wirth

Die Transaktion erfolgt über die Tochter Ceratizit. Über die Höhe gab es keine Angaben.

Reutte - Die 50-Prozent-Tochter der auf die Herstellung von Hochleistungswerkstoffen spezialisierten Planseewerke mit Sitz in Breitenwang bei Reutte, Ceratizit, beteiligt sich mit 50 Prozent am deutschen Werkzeughersteller Günther Wirth (GW). Über die Höhe der Transaktion gab es am Montag keine Angaben.

Plansee machte mit seinen 6.120 Mitarbeitern im Geschäftsjahr 2011/12 einen konsolidierten Umsatz von 1,52 Mrd. Euro. Die 1981 gegründete Wirth-Gruppe im schwäbischen Balzheim beschäftigt 500 Mitarbeiter und verfügt über Werke bzw. Standorte in Lothringen, Indien, Italien und den USA.

Mit diesem Schritt ergänze Ceratizit (die zweite Unternehmenshälfte gehört privaten Investoren aus Luxemburg) sein Angebot um Rundwerkzeuge aus Hartmetall, auf deren Herstellung GW spezialisiert sei, wie es in der Mitteilung hieß. GW solle als weltweit tätiger Geschäftsbereich in die Ceratizit-Gruppe eingegliedert werden und als Marke bestehenbleiben.

Die Transaktion soll vorbehaltlich der finalen Sorgfaltsprüfung und der Zustimmung durch die Kartellbehörden bis Jahresende 2012 abgeschlossen sein. Ceratizit und die derzeitigen Anteilseigner rund um Firmengründer Wirth sollen nach Abschluss der Transaktion jeweils 50 Prozent am Unternehmen GW halten. Über finanzielle Einzelheiten hätten beide Unternehmen Stillschweigen vereinbart.

Wirth erzeugt rotierende Schneidwerkzeugen wie Bohrer, Fräser, Reibahlen und Rundstäbe. Das Produktprogramm umfasst mehr als 20.000 Artikel. Umsatzangaben wurden nicht gemacht. Die Plansee-Gruppe deckt als pulvermetallurgisches Industrieunternehmen die gesamte Wertschöpfungskette der Werkstoffe Molybdän und Wolfram ab, vom Erz bis zur kundenspezifischen Komponente. (APA)


Kommentieren


Schlagworte