„Volksschule Angedair hat Priorität“

Für die Volksschule wird ein Architektenwettbewerb ausgeschrieben. Aber auch die Neue Mittelschule hat Platzbedarf.

Von Matthias Reichle

Landeck –Für den Direktor­ der Neuen Mittelschule in Landeck, Helmut Pauli, könnte­ die aktuelle Entwicklung nicht erfreulicher sein: „In den letzten fünf Jahren haben wir 30 Prozent mehr Schüler“, betont er. Im Herbst starten voraussichtlich drei erste Klassen. Inzwischen entscheiden sich nämlich 56 Prozent aller Volksschulabgänger in der Bezirkshauptstadt für „seine“ Clemens-Holzmeister-­Schule. Zum Vergleich: Im Schuljahr 07/08 waren es nur 28 Prozent. Geht es so weiter, werden aus neun Klassen an der Schule schnell zwölf. Vor diesem Hintergrund formulierte Pauli kürzlich einen „Antrag“ an die Stadt.

Es sei notwendig, die Schule­ zu sanieren und zu erweitern. Auch weil in den nächsten­ Jahren neue Aufgaben­ wie die Tagesbetreuung auf die Bildungseinrichtung zukommen würden. „Um das zu erkennen, muss man kein Visionär sein“, erklärt der Direktor auf Anfrage der Tiroler Tages­zeitung.

Unter anderem schlug er vor, ein Planungsteam ins Leben zu rufen, um zu sehen­, in welche Richtung sich die Schule entwickeln könne. „Um Ideen zu haben, brauche ich nicht notwendigerweise Geld.“ Die Antwort der Stadt: „Die Volksschule Angedair hat Vorrang“, so Pauli.

Deren Sanierung steht derzeit­ nämlich in den Startlöchern. Voraussichtlich wird es einen Architektenwettbewerb für die Schule und den Vorplatz geben. Unterstützung­ dafür kommt vom Land, kündigt der zuständige Obmann des Schulausschusses, Richard­ Reinalter, an. Bis Ende des Jahres – Richtung Budgetfertigstellung – will man so weit sein. „Keine Kleinigkeit“, nennt er das Vorhaben.

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„Die Volksschule Angedair ist derzeit die Nummer eins“, betont er. Man müsse sich nach der Decke strecken, erklärt er angesichts anderer Wünsche. Die Hauptschule­ sei derzeit in einem guten Zustand. „Das wissen wir schon länger­“, betont auch der Land­ecker Bürgermeister Bertl Stenico auf den Brief des Direktors angesprochen, „aber beide Schulen gleichzeitig schaffen wir nicht.“


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