Kostenfalle Telefonauskunft – AK Tirol warnt vor Weitervermittlung

Wer sich von der Telefonauskunft weitervermitteln lässt, riskiert hohe Kosten. Doch nur wenige Auskunftsbetreiber warnen vor diesen. Die AK pocht auf die Einhaltung der vorgeschriebenen Informationspflicht.

Tirol – Die AK Tirol stellte nach einer aktuellen Erhebung fest, dass die meisten Telefonauskunfts-Dienste ihre Kunden nicht über anfallende Kosten bei einer Weitervermittlung von Telefonaten aufklären. Diese Kostenfalle kann teuer kommen: Der zu zahlende Betrag pro Minute beträgt zwischen 1,35 und 2,17 Euro.

Keine Verbesserung

Bereits zum zweiten Mal kommt die AK zu diesem enttäuschenden Ergebnis. Nur zwei der acht getesteten Auskünfte informierten gesetzeskonform über die Kosten bei einer Weitervermittlung. Dementsprechend verärgert reagierten Konsumenten laut Arbeiterkammer Tirol wenn plötzlich übermäßig hohe Telefonrechnungen zu bezahlen waren.

Die meisten Auskunftsdienste gaben den Tarif zwar zu Beginn des Telefonates an, stellten jedoch nicht klar, dass dieser auch bei einer Weitervermittlung für die Dauer des Gespräches bezahlen ist. Nur die Telekom Austria und Telegate gaben diese Information bekannt.

Rechtliche Vorgaben werden ignoriert

Diese Kostenfalle sollte eigentlich durch eine klare gesetzliche Regelung gar nicht mehr bestehen: Die „Kommunikations-, Entgelte- und Mehrwertdiensteverordnung“ der RTR verpflichtet Telfonauskünfte zur Einhaltung bestimmter Informationspflichten.

Unmittelbar nach Anwählen der Nummer muss daher über die Kosten pro Minute und bei einer Weitervermittlung noch einmal explizit informiert werden. Konkret über das „zur Anwendung kommende Entgelt in Euro pro Minute“.

An diese Vorgaben halten sich die wenigsten Auskunftsdienste. Die AK fordert die Dienstbetreiber nun erneut auf, sich an diese Informationspflicht zu halten. Des weiteren wird die Regulierungsbehörde (RTR) verstärkte Kontrollen durchführen, berichtet die AK. (tt.com)


Kommentieren


Schlagworte